114. Ernst-Schröder-Seminar
Vom erweiterten Begriffsmodell zum
entmonopolisierten Internet
Dr. Joachim Oelschlegel
aus Dresden
Fühlen, Denken und Handeln, emotional eingebettet in geistige
und körperliche Tätigkeit, bilden ein System mit Rückkopplung.
Begriffe bilden die Knotenpunkte
des Denkens über
- sich wiederholende Erscheinungen der Natur,
- menschliche Tätigkeiten/Handlungen zur Schaffung von
Artefakten und
- Verkürzung von Aussagen zum Zweck der effektiven
Kommunikation.
Individuelle Begriffsbildung (mentale) geht der
gemeinschaftlichen (öffentlichen) Begriffsbildung voraus.
In die individuelle Begriffsbildung gehen unterscheidbare
Bestandteile ein. Strukturen von a., b., c. (Gegenstandsbereich),
Gefühle, Bedürfnisse/Zwecke (Pragmatik), aktueller Kontext
(Rahmenbedingungen), Bedeutung (Semantik), Sinn und Bezeichnung.
Die gesellschaftliche Begriffsbildung reduziert sich auf
Gegenstandbereich, Bedeutung, Bezeichnung (Semiotisches Dreieck).
Diese Basiseigenschaften werden im individuellen und
öffentlichen Begriffsgebrauch in der Regel auf die Bedeutung
(Begriffsinhalt) und die Bezeichnung reduziert.
Beim Begriffsgebrauch in der analogen Kommunikation wird
durch SPO der Begriffsinhalt spezifiziert und reduziert.
In einer digitalen Kommunikation ist es der IT möglich, die
Quellen der Begriffe (das erweiterte Begriffsmodell) mit den
Zielen der aktuellen Kommunikation zu verbinden.
Jeder rationale Gedankengang lässt sich über
Begriffszusammenhänge bis zu den jeweiligen Fakten
graphisch darstellen. Damit sind Aufgaben- und Problemlösungen
durch einen Zielorientierten-Einschritt-Mensch-Maschine-Dialog
transparent nachvollziehbar. Auf einem dreigeteilten Bildschirm
ist neben dem Text eine farbliche Knoten-Kanten-Graphik möglich.
Gefärbte Knoten und Kanten unterscheiden zwischen
Hypothetisch-faktischem, Faktischem und Nichtfaktischen.
Aus Semantischen Netzen werden Pragmatische Netze
,
die nicht mehr verdeckte (unternehmerische) Ziele, sondern
individuelle Zielstellungen verwirklichen. Diese individuellen
Zielstellungen können im Digitalen Ich
(Personelle APP)
– als einer graphisch-objektorientierten Datenbank –
praktisch umgesetzt werden. Das Digitale Ich
ist die
Voraussetzung für ein entmonopolisiertes Internet.
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