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Bisherige Kolloquien und Seminare des Ernst-Schröder-Zentrums
114. Ernst-Schröder-Kolloquium
Von der Idee zum Paper
KI-gestützte Wissensproduktion in Wissenschaft und Forschung
Hermann Bense
textOmatic AG
Wissenschaftliche Erkenntnisse entstehen nicht allein durch
Daten oder Modelle, sondern durch die kontinuierliche Entwicklung,
Strukturierung und Stabilisierung von Begriffen, Hypothesen und
Argumentationen.
Der Vortrag untersucht, wie moderne KI-Systeme die Produktion
wissenschaftlicher Artefakte wie Papers, Bücher, Ontologien und
Wissensmodelle verändern. Im Mittelpunkt stehen praktische
Erfahrungen aus einer Reihe aktueller Forschungs- und
Publikationsprojekte, die in enger Mensch-KI-Kollaboration
entstanden sind.
Diskutiert werden neue Formen der Ideenentwicklung, semantischen
Verfeinerung, Literaturintegration und wissenschaftlichen
Dokumentation. Dabei geht es nicht um die Automatisierung von
Wissenschaft, sondern um neue Formen der Zusammenarbeit zwischen
Forschenden und KI-Systemen, die die Entwicklung komplexer
Wissensräume und wissenschaftlicher Artefakte unterstützen.
Technische Universität Darmstadt,
Schlossgartenstr. 7, Raum 244
(Mathe-Gebäude, S2|15-244)
114. Ernst-Schröder-Seminar
Vom erweiterten Begriffsmodell zum
entmonopolisierten Internet
Dr. Joachim Oelschlegel
aus Dresden
Fühlen, Denken und Handeln, emotional eingebettet in geistige
und körperliche Tätigkeit, bilden ein System mit Rückkopplung.
Begriffe bilden die Knotenpunkte des Denkens über
sich wiederholende Erscheinungen der Natur,
menschliche Tätigkeiten/Handlungen zur Schaffung von
Artefakten und
Verkürzung von Aussagen zum Zweck der effektiven
Kommunikation.
Individuelle Begriffsbildung (mentale) geht der
gemeinschaftlichen (öffentlichen) Begriffsbildung voraus.
In die individuelle Begriffsbildung gehen unterscheidbare
Bestandteile ein. Strukturen von a., b., c. (Gegenstandsbereich),
Gefühle, Bedürfnisse/Zwecke (Pragmatik), aktueller Kontext
(Rahmenbedingungen), Bedeutung (Semantik), Sinn und Bezeichnung.
Die gesellschaftliche Begriffsbildung reduziert sich auf
Gegenstandbereich, Bedeutung, Bezeichnung (Semiotisches Dreieck).
Diese Basiseigenschaften werden im individuellen und
öffentlichen Begriffsgebrauch in der Regel auf die Bedeutung
(Begriffsinhalt) und die Bezeichnung reduziert.
Beim Begriffsgebrauch in der analogen Kommunikation wird
durch SPO der Begriffsinhalt spezifiziert und reduziert.
In einer digitalen Kommunikation ist es der IT möglich, die
Quellen der Begriffe (das erweiterte Begriffsmodell) mit den
Zielen der aktuellen Kommunikation zu verbinden.
Jeder rationale Gedankengang lässt sich über
Begriffszusammenhänge bis zu den jeweiligen Fakten
graphisch darstellen. Damit sind Aufgaben- und Problemlösungen
durch einen Zielorientierten-Einschritt-Mensch-Maschine-Dialog
transparent nachvollziehbar. Auf einem dreigeteilten Bildschirm
ist neben dem Text eine farbliche Knoten-Kanten-Graphik möglich.
Gefärbte Knoten und Kanten unterscheiden zwischen
Hypothetisch-faktischem, Faktischem und Nichtfaktischen.
Aus Semantischen Netzen werden Pragmatische Netze,
die nicht mehr verdeckte (unternehmerische) Ziele, sondern
individuelle Zielstellungen verwirklichen. Diese individuellen
Zielstellungen können im Digitalen Ich (Personelle APP)
– als einer graphisch-objektorientierten Datenbank –
praktisch umgesetzt werden. Das Digitale Ich ist die
Voraussetzung für ein entmonopolisiertes Internet.
Technische Universität Darmstadt,
Schlossgartenstr. 7, Raum 244
(Mathe-Gebäude, S2|15-244)
113. Ernst-Schröder-Seminar
Modellkunde in Beispielen
Prof. Dr. Bernhard Thalheim
aus Kiel
Jedes Objekt und jede Idee kann als Modell in einem
Anwendungsszenario gebraucht werden, wenn es im Szenario als
Instrument in einer Funktion nützlich wird. Durch diesen Gebrauch
und diese Funktion werden ein Objekt oder eine Idee zum Modell,
zumindest für eine gewisse oder lange Zeit für den jeweiligen
Modell-Benutzer in seinem Kontext und seiner Umgebung.
Modelle erzählen deshalb eigentlich etwas über den Gebrauch,
die Funktion, das Szenario und die Benutzer ohne dass man dies
explizit dem Modell ansieht. Das Modell-Sein eines Objektes oder
einer Idee erklärt auch viel zum Objekt oder zur Idee.
Modelle werden in den Wissenschaften und der Technik ebenso
vielfältig verwandt wie auch in allen Phasen des täglichen Lebens
bis hin zu Zeremonien, zu Präsentationen, Schablonen oder einem
Leitfaden.
Deshalb sind Modelle universelle Instrumente und die zwar
kleinen aber wundervollen Helfer jeder menschlichen Tätigkeit,
da jedes Objekt und jede Idee zum Modell werden kann. Modelle
sind auch meist viel einfacher als die Originale sowie auf den
konkreten Gebrauch ausgerichtet.
Die zumeist wilde, mitunter auch völlig danebenliegende Unmenge
von Modellen scheint nicht überschaubar oder systematisierbar zu
sein. Die Modellkunde hat hier eine praktische Antwort gefunden.
Wir betrachten dazu exemplarisch einige prominente Modelle der
Ägyptologie, der Medizin und der Mathematik sowie auch Modelle des
täglichen Lebens. Damit können wir auch adäquate und verlässliche
Modelle abgrenzen von Vor-Modellen, Un-Modellen, Nicht-Modellen
und Schwindel-Modellen.
Wie entsteht neues Wissen?
Von Ontologien zur semantischen Wissenskonstruktion
Hermann Bense
textOmatic AG
Ontologien beschreiben Wissen. Doch können sie auch dabei
helfen, neues Wissen systematisch zu erzeugen?
Der Vortrag untersucht, wie aus bestehenden Begriffen neue
Begriffe, Zusammenhänge und Wissensstrukturen entstehen können.
Ausgehend von Erfahrungen aus Ontologie-Engineering, Wissensgraphen
und semantischer Modellierung werden Ansätze vorgestellt, die
Wissenskonstruktion als einen rekursiven Prozess verstehen:
Bedeutungen werden nicht nur definiert, sondern durch
nachvollziehbare Ableitungen aufgebaut, überprüft und
weiterentwickelt.
Der Vortrag verbindet Ideen aus Ontologieengineering,
Linguistik, Wissensrepräsentation und Künstlicher Intelligenz und
diskutiert, wie zukünftige Wissenssysteme nicht nur Wissen
speichern, sondern auch neue Wissensstrukturen hervorbringen
können.
Technische Universität Darmstadt,
Schlossgartenstr. 7, Raum 244
(Mathe-Gebäude, S2|15-244)
113. Ernst-Schröder-Kolloquium
Modellkunde – Eine neue Disziplin
Prof. Dr. Bernhard Thalheim
aus Kiel
Modelle werden genutzt,
um sich eine Vorstellung zu machen,
um Handlungen jeder Art systematisch zu ordnen und zu
begleiten,
um Auffassungen, Vorstellungen und Wissen zu verinnerlichen
bzw. zu entwickeln und
um das soziale und interaktive Leben zu begleiten.
Modelle wurden zu allen Zeiten entwickelt und verwendet,
leider oft auch missbraucht. Modelle sind kleine abstrahierende
Zusammenstellungen, um in der großen und komplexen Welt
zurechtzukommen. Sie sind auf den menschlichen Gebrauch
ausgerichtet und auch dem menschlichen Auffassungsvermögen
angepasst. Sie werden in der Wissenschaft und im Ingenieurwesen
oder Handwerk ebenso intensiv genutzt wie im täglichen Leben.
Alles kann zum Modell werden, d. h. das Modellsein kann allem
zeitweise auf wechselnder Grundlage zugeordnet werden.
Die Modellkunde systematisiert, homogenisiert und
verallgemeinert die Erkenntnisse, Herangehensweisen und
Nutzungsweisen von Modellen, dem Modellieren und der Modellierung
zu einer Kunst und Disziplin der Modellentwicklung und -nutzung.
Wir konzentrieren uns zuerst auf Modelle der Informatik und
werden dann im Seminar-Vortrag Modelle in anderen Disziplinen und
dem Alltag betrachten.
Technische Universität Darmstadt,
Schlossgartenstr. 7, Raum 244
(Mathe-Gebäude, S2|15-244)
112. Ernst-Schröder-Kolloquium
How to Capture and to Formulate Reality
Prof. em. Dr. Goro Kato
California Polytechnic State University
San Luis Obispo, USA
Reality is sometimes understood as the way it is,
meaning we are here and now in space-time and simultaneously
thinking. But how do we express this situation in both physical
and cognitive aspects?
We will focus on Leibniz’s Monadology (where we define
the notion of elementary monads). Next we will focus on Plato’s
Theory of Forms, i.e., false shadows appearing upon the
wall of a cave as physical phenomena.
The true reality is omnipresent abstract Forms (which we
define as a constant ur-functor, i.e., an initial object of
temporal topos) as a source of anamnesis, relating to Kant’s
noumenon (Ding-an-Sich).
Technische Universität Darmstadt,
Schlossgartenstr. 7, Raum 234
(Mathe-Gebäude, S2|15-234)
112. Ernst-Schröder-Seminar
Coherency between Microcosm and Macrocosm in
Terms of Sheaf Theory
Prof. em. Dr. Goro Kato
California Polytechnic State University
San Luis Obispo, USA
After reviewing necessary notions from categories and sheaves,
the Zen of Yoneda based on Yoneda Lemma and Yoneda Embedding is
explained as one assertion.
The axioms for a special kind of topos, called a temporal topos,
are introduced. As applications, quantum phenomena in microcosm,
e.g., the wave-particle duality, quantum entanglement, uncertainty,
etc., are formulated in terms of temporal topos language.
We define the notion of a light-cone of special relativity in
terms of morphisms among objects in a temporal site.
The gravitational effect is also expressed using the language
of temporal topos.
Temporal Topos Theoretic Views of Measurement
Phenomena and Related Issues
Prof. em. Dr. Goro Kato
California Polytechnic State University
San Luis Obispo, USA
It is our view that measurement phenomena occur every moment
from microcosm through macrocosm. The classical physics realm
of macrocosm is deterministic, but the quantum realm is
non-deterministic.
Our purpose is to provide a unified formulation for these two
realms filled with measurement phenomena in terms of temporal
topos methods. Our vision of reality based on temporal topos
theory is described.
Consider the following example. When a (macroscopic entity)
human speaks, not only well-coordinated actions of various
parts of the body are involved, but also microscopic objects,
e.g., brain cells, atoms, and even elementary particles must be
simultaneously coordinated.
Thinking requires brain cells to function; however, it is
thought that triggers the actions of brain cells. We will
formulate this enigma in terms of temporal topos.
Technische Universität Darmstadt,
Schlossgartenstr. 7, Raum 234
(Mathe-Gebäude, S2|15-234)
Prof. em. Dr. Goro C. Kato
Goro C. Kato is a professor emeritus of mathematics at
California Polytechnic State University, San Luis Obispo, CA, USA.
Kato was born in 1948 in Kariya, Japan, and he came to the
United States on a Rotary International Foundation Fellowship.
He earned his Ph.D. in 1979 from the University of Rochester,
Rochester, NY, and his Ph.D. thesis advisor was Professor Saul Lubkin.
Goro Kato's areas of study are
p-adic cohomology and zeta invariants
(ref: The Heart of Cohomology published by Springer-Verlag, 2006),
the theory of D-modules
(ref: Fundamentals of Algebraic Microlocal Analysis, with coauthor
Daniele Struppa, published by Chapman & Hall / CRC, 1999), and
the temporal topos theory
(ref: Temporal Topos Methods for the Philosophy of
Natural Sciences, published by Springer-Verlag, 2025).
Kato’s memoir on his visits from 1986 ~ 2008 to the
Institute for Advanced Study, Princeton, NJ, was published
(in Japanese) by Iwanami-Shoten, Tokyo, 2019.
He and his wife, Christine Willis, hava a son Alexander Benkei
Kato-Willis, who is a pianist-composer. Goro Kato's hobbies are
mineral/crystal collecting, composing Haiku and Waka
(Japanese short poems).
111. Ernst-Schröder-Seminar
Typicality: Revisiting classic theories of a fundamental psychological phenomenon
Prof. Dr. Radim Belohlavek
Department of Computer Science,
Palacky University Olomouc
The typicality of objects in human concepts is one of the
most studied phenomena in the psychology of concepts.
Its importance derives from the cognitive significance of
typicality: Typical objects are learned faster, recognized more
quickly, listed first.
In this talk, we revisit Eleanor Rosch's family-resemblance
theory of typicality, the most influential theory originating in
the 1970s, as well as Rosch & Mervis's formula for computing
typicality. We demonstrate mathematically that this formula is
a particular instance of a more general formula that incorporates
a measure of similarity between objects.
Using experiments with a large psychological dataset on human
categories, we show that Rosch and Mervis's formula is a very good
instance of the general formula, as it aligns well with human
typicality judgments. We then propose a substantially different
formula for computing typicality, which is interesting for
two reasons.
First, it results in a higher agreement with human judgments
of typicality.
Second, it suggests a new psychological theory of typicality
that differs from Rosch's family-resemblance theory.
The presentation contains material that has not yet been published.
As a consequence, it is not publicly available.
11:30 Uhr
Representing Concept Lattices with
Euler Diagrams
Ms. Dr. Uta Priss
Ostfalia University of Applied Sciences
(Wolfenbüttel)
In Formal Concept Analysis, concept lattices are usually
graphically represented as line diagrams. For inexperienced users,
however, line diagrams may be more difficult to read than
Euler diagrams which visualize sets and their intersections using
closed curves in a similar manner to Venn diagrams. Unfortunately,
drawing Euler diagrams can be difficult, and in some cases
even impossible, unless Euler diagrams are extended with other
graphical features.
In this talk, I will discuss the advantages and disadvantages
of Euler diagrams compared to line diagrams (including nested
line diagrams), as well as extensions, algorithms, and methods
for drawing Euler diagrams of concept lattices.
Technische Universität Darmstadt,
Schlossgartenstr. 7, Raum 244
(Mathe-Gebäude, S2|15-244)
111. Ernst-Schröder-Kolloquium
Interactions between the psychology of concepts
and conceptual exploration of data
Prof. Dr. Radim Belohlavek
Department of Computer Science,
Palacky University Olomouc
Both the psychology of concepts and the conceptual exploration
of data have developed a rich body of knowledge, including a
repertoire of theories and tools.
Naturally, these two areas have different aims.
We argue that, despite their focus on different phenomena,
proper interactions between the psychology of concepts and the
conceptual exploration of data can benefit both areas.
To illustrate this, we will provide examples from recent work
involving human categorization, typicality, similarity, and factor
analysis, and will present the results of experiments with the
largest psychological data built around certain common language
concepts.
Radim Belohlavek is professor of computer science at
Palacky University Olomouc. Earlier in his career he was research
fellow and, from 2007 to 2009, tenured professor at the
State University of New York.
His academic interests include logic, discrete mathematics,
artificial intelligence, data analysis, and uncertainty and
information.
Belohlavek has authored or co-authored four books published by
Kluwer, Springer, the MIT Press, and the Oxford University Press,
and over 200 papers in conference proceedings and journals.
He served as editor-in-chief of the Int. J. General Systems in
2015-2023, and is on the editorial boards of the J. Computer and
System Sciences, Annals of Mathematics and Artificial Intelligence,
Fuzzy Sets and Systems, and others.
R. Belohlavek is married and has four children. His hobbies
include literature and sports.
Technische Universität Darmstadt,
Schlossgartenstr. 7, Raum 244
(Mathe-Gebäude, S2|15-244)
110. Ernst-Schröder-Kolloquium
Was liefert ein Beweis mehr als die
bloße Wahrheit?
Prof. Dr. Ulrich Kohlenbach
Arbeitsgruppe Logik, FB Mathematik, TU Darmstadt
In den letzten Jahrzehnten hat sich unter dem Namen
Proof Mining ein neues Gebiet der Mathematischen Logik
etabliert, das als eine angewandte Neuorientierung der auf
D. Hilbert zurückgehenden Beweistheorie aufgefasst
werden kann.
In Hilberts Programm ging es darum nachzuweisen, dass sich der
Gebrauch ineffektiver und infinitärer (idealer) Prinzipien,
die in der 2. Hälfte des 19.Jhd. mit dem Aufkommen
mengentheoretischer Methoden in der Mathematik mehr und mehr an
Bedeutung gewonnen hatten, in Beweisen von kombinatorischen
(realen) Aussagen im Prinzip stets eliminieren lassen
sollten, insbesondere also zu keinen Widersprüchen führen können.
Während fundamentale Resultate von K. Gödel aus dem Jahre
1931 zeigen, dass dieses Programm im ursprünglichen Sinne nicht
(im vollem Umfang) durchführbar ist (sondern nur in einem
relativierten Sinne), so hat sich in den letzten Jahren doch
herausgestellt, dass solche Finitisierungen von Beweisen in
vielen Fällen möglich sind. Ferner lassen sich beweistheoretische
Methoden, die im Rahmen des modifizierten Hilbert-Programms
entwickelt wurden, dazu verwenden, so neue Informationen aus
gegebenen Beweisen zu extrahieren.
Dies hat mittlerweile zu zahlreichen Anwendungen in
verschiedenen Gebieten der Mathematik wie z.B. der nichtlinearen
Analysis, Fixpunkttheorie, Ergodentheorie, PDE Theorie und der
kontinuierlichen Optimierung geführt.
Prof. Kohlenbach ist Professor für Mathematische Logik an der
TU Darmstadt und Nachfolger von Prof. Rudolf Wille.
Für seine herausragenden Beiträge zur mathematischen Logik und
insbesondere zum Schürfen von Beweisen (proof mining) wurde ihm
vor kurzem der Ernst-Zermelo-Ring verliehen –
die höchste Auszeichnung der Deutschen Vereinigung für
Mathematische Logik und Grundlagenforschung der Exakten
Wissenschaften.
Technische Universität Darmstadt,
Schlossgartenstr. 7, Raum 244
(Mathe-Gebäude, S2|15-244)
110. Ernst-Schröder-Seminar
Rational Inference and
Defeasible Reasoning in Formal Concept Analysis
Dr. Sergei Obiedkov
TU Dresden and ScaDS.AI Dresden/Leipzig
Joint work with Lucas Carr, Nicholas Leisegang,
and Thomas Meyer (University of Cape Town and CAIR, South Africa)
Formal Concept Analysis (FCA) provides a rich framework for
understanding dependencies between attributes through implications.
However, classical implications fall short when dealing with
noisy or exception-prone data. In this talk, I explore how the
well-established KLM framework for defeasible reasoning—originally
developed for propositional logic—can be adapted to FCA.
I will present the construction of this framework within FCA,
discuss its fidelity to the original KLM principles,
and argue that it offers a more nuanced, context-aware
approach to inference.
Immanuel Kant, Zum ewigen Frieden,
ein philosophischer Entwurf
Dr. phil. Veronika Schlüter
Darmstadt
Diese schmale Schrift Immanuel Kants erscheint 1795 als
Spätwerk und subsummiert die Erkenntnisse seiner großen Kritiken
mit dem Ziel, einen Weg für einen möglichen ewigen Frieden
zu finden. Sie stellt sittliche Forderungen, basierend auf der
Idee der Freiheit, an den Menschen als vernünftigem Wesen.
Damit handelt es sich auch um eine Erziehungsaufgabe.
Die Schrift richtet sich von Beginn an nicht an Philosophen,
sondern an alle Menschen, deren Vernunft soweit entwickelt ist,
dass sie den Krieg schlechterdings verdammen, den Friedenszustand
dagegen zur Pflicht machen.
Technische Universität Darmstadt,
Schlossgartenstr. 7, Raum 244
(Mathe-Gebäude, S2|15-244)
Festkolloquium
Prof. Dr. Thomas Bernhard Seiler ist eines unserer
Gründungsmitglieder. Im Februar wird er seinen
100. Geburtstag feiern und ist nach wie vor wissenschaftlich aktiv.
Dieses außergewöhnliche Jubiläum nehmen wir zum Anlass, ein
Festkolloquium auszurichten. Wir sind tief beeindruckt und freuen
uns ganz besonders, dass Prof. Seiler selbst einen Vortrag halten
wird.
Zusätzlich freuen wir uns auf einen Beitrag von Prof. Dr. Schmitz,
der Vorschläge zur Verbesserung der Lebenskunst anbieten wird.
109. Ernst-Schröder-Kolloquium
Laudatio anlässlich des 100. Geburtstags
von Prof. Dr. Thomas Bernhard Seiler
Prof. Dr. Bernhard Schmitz
Institut für Psychologie, TU Darmstadt
Prof. Dr. Schmitz war der Nachfolger von Prof. Dr. Thomas
Bernhard Seiler. Mittlerweile ist auch er bereits emeritiert.
Stellvertretend für das Institut für Psychologie, die gemeinsame
Wirkungsstätte der beiden, hielt er die Laudatio und blickte
auf das lange und inhaltsvolle Leben von Prof. Seiler zurück.
Über Begreifen und Begriffe
oder was haben Begriffe mit begreifen zu tun?
Prof. Dr. Thomas Bernhard Seiler
Institut für Psychologie, TU Darmstadt
Zum Abschluss meiner wissenschaftlichen Laufbahn möchte ich mir
erlauben, noch einmal mein „Steckenpferd“ Begriffe zum Thema
meines Vortrags zu machen. Dabei möchte ich vor allem auf
die Aspekte und Fragestellungen hinweisen, die mich schon immer
beschäftigt haben und mir in den letzten Jahren als zentral und
entscheidend erschienen sind.
Bei all meinen Überlegungen und Untersuchungen ging und gehe
ich davon aus, dass wir Menschen immer dann, wenn wir über etwas
nachdenken, sei es, dass wir uns Klarheit verschaffen wollen über
uns selbst, über unsere Erfahrungen, unser Handeln und Leben,
sei es, dass wir unsere Umwelt verstehen wollen und erst recht,
wenn wir diese Erkenntnisse mit unseren Mitmenschen teilen wollen,
auf Begriffe angewiesen sind, die in Sprache transformiert worden
sind.
Sind Begriffe also nichts anderes als sprachliche Zeichen,
mit denen wir auf die Gegenstände und Eigenschaften hinweisen,
die wir meinen? Haben sie noch eine andere Funktion und Bedeutung?
Wer gibt ihnen diese Bedeutung? Sprachliche Kommunikation kann nur
funktionieren, wenn jeder Beteiligte die Worte und damit auch die
Begriffe im gleichen Sinn versteht. Wie können wir das
garantieren?
Was also sind Begriffe, wie entstehen sie?
Welche Rolle spielt das Bewusstsein? Wer gibt ihnen Bedeutung?
Wie werden sie benutzt und weitergegeben? Schafft jeder einzelne
Mensch die Begriffe, die er braucht für sich oder übernimmt er sie
von der Sprachgemeinschaft, der er durch Geburt und Erziehung
angehört? Wie aber hat sich die Sprachgemeinschaft auf die
Begriffe geeinigt?
Begriffe bei Immanuel Kant vs.
formale Begriffe bei Rudolf Wille
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
Vorstandsvorsitzender des ESZ
Was haben die Begriffe bei Immanuel Kant und die formalen
Begriffe bei Rudolf Wille gemeinsam, was unterscheidet sie?
Dazu betrachten wir zunächst Kants Logik-Vorlesung,
die auf Wunsch Kants durch Gottlob Benjamin Jäsche in einem
Handbuch festgehalten wurde. Insbesondere die Einführung in
Kants Begriffslehre, die in Band III der im Insel-Verlag
erschienenen Schriften zur Metaphysik und Logik (S. 521–531)
enthalten ist, bietet einen tiefen Einblick in Kants Denkweise,
die offenbar beeinflusst ist von der Logik von Port-Royal (1662).
Deren Ideen von Umfang und Inhalt eines Begriffs bilden den
gemeinsamen Kern der Vorstellungen bei Kant und Wille.
Die Entwicklung der Mathematik im 19. und 20. Jahrhundert
führte über eine Verallgemeinerung von Strukturen in Logik,
Geometrie und Algebra zur Verbandstheorie (Garreth Birkhoff 1940),
aus der Rudolf Wille 1979 die Formale Begriffsanalyse (FBA)
basierend auf formalen Kontexten eingeführt hat.
Anhand von Beispielen aus Kants Logik-Vorlesung werden formale
Kontexte benutzt, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Ansätze
bei Immanuel Kant und Rudolf Wille zu beleuchten.
Technische Universität Darmstadt,
Schlossgartenstr. 7, Raum 244
(Mathe-Gebäude, S2|15-244)
108. Ernst-Schröder-Seminar
Ontologische Klassen
und formale Begriffe
Dr. Christoph Lübbert, Hermann Bense,
Thomas Zeh
Ernst-Schröder-Zentrum
Obwohl Mathematik und Informatik einiges gemeinsam haben,
fremdeln sie doch auch immer wieder miteinander.
Ein paar Mitglieder aus unserer Runde, Mathematiker und
Informatiker, streiten regelmäßig miteinander,
um Gemeinsamkeiten besser zu verstehen und Unterschiede
zu ergründen und zu beschreiben.
Wenn es gut geht, um Unterschiede zu überwinden, und sonst,
um herauszufinden, wie sie zustande kommen und warum sie notwendig
sind, oder zumindest praktisch. Auf jedem Fall aber, um ein besseres
Verständnis füreinander zu entwickeln.
Vor einem halben Jahr, haben Sie uns davon berichtet.
Nun folgt die Fortsetzung.
Technische Universität Darmstadt,
Schlossgartenstr. 7, Raum 244
(Mathe-Gebäude, S2|15-244)
108. Ernst-Schröder-Kolloquium
KANT - Die Revolution des Denkens.
Über das Buch von Marcus Willaschek
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
Hochschule Darmstadt
Prof. Marcus Willaschek ist Philosophieprofessor an der
Uni Frankfurt und gilt als einer der profiliertesten Kenner
Immanuel Kants und dessen Werks. Willascheks Buch
Die Revolution des Denkens ist anläßlich
des 300. Geburtstags Kants erschienen und war in diesem Jahr
nominiert für den Deutschen Sachbuchpreis.
Aus dem Klappentext des Buches: Willascheks Buch verfolgt
Kants Revolution des Denkens durch sein gesamtes Werk hindurch.
Zugleich wird die aktuelle Relevanz – und gelegentlich auch
die Problematik – seines revolutionären Denkens deutlich.
Prof. Wolff hat das Buch gelesen und wird über einige
ausgesuchte Stellen berichten.
Marcus Willaschek Kant
Die Revolution des Denkens
C.H. Beck Verlag, München 2023
ISBN 978-3-406-80743-5.
Technische Universität Darmstadt,
Schlossgartenstr. 7, Raum 234
(Mathe-Gebäude, S2|15-234)
107. Ernst-Schröder-Seminar
Serious Games meets FBA
Dr.-Ing. Stefan Göbel
(Leiter der Arbeitsgruppe Serious Games
am FB Elektrotechnik und Informationstechnik (etit),
TU Darmstadt)
Im ersten Teil des Vortrags stellt Dr. Stefan Göbel das Thema
Serious Games und aktuelle Aktivitäten der AG Serious Games
an der TU Darmstadt vor.
Anschließend wird das Projektbeispiel Serious Games für die
berufliche Bildung (SG4BB) vorgestellt und dabei auf Aspekte
der Personalisierung und Adaption in Lernspielen als auch auf
Metadaten und Taxonomien und das Auffinden von spielerischen
Lernangeboten eingegangen.
Ist der Begriff des Individuums eine
Illusion?
Dr. Dr. Norbert Spangenberg
(Frankfurt/Main)
Eingangs wird Herr Dr. Spangenberg in die von ihm so
genannte Kontextuelle Psychoanalyse einführen, um
eine Vorstellung davon zu geben, inwieweit wir viel stärker
beeinflusst werden von umgebenden Personen, mit denen wir in
emotionaler Beziehung stehen, als wir wahrhaben wollen.
Viele innere Konflikte und Symptome haben zwar den Schauplatz des
Inneren, aber lassen sich klinisch besser deuten durch die
Vorstellung, dass sie von äußeren Kräftefeldern induziert werden.
Berühmt ist die Sentenz von Rimbaud: Das Ich ist ein Anderer.
Das Bewusstseinsmodell, so wie es etwa Kant oder Husserl skizziert
haben, ist eher egologisch. Freud hat dies kritisiert, ist aber
letztlich dieser egozentrischen Perspektive verhaftet geblieben.
Diese Perspektive von Freud ist leider nicht in der Lage, viele
klinischen Phänomene zu erklären.
Kann man diesen Einfluss begrifflich klarer fassen?
Darum geht es in der Kontextuellen Psychoanalyse.
Die Kernidee der Kontextuellen Psychoanalyse wird Dr. Spangenberg
anhand eines Strukturmodells erläutern und mithilfe klinischer
Beispiele deutlich machen.
Mit dem Ernst-Schröder-Zentrum und speziell mit Karl Erich Wolff
verbindet Dr. Spangenberg ein seit vielen Jahren fortlaufender
kritischer Diskurs. Er möchte ihn fortsetzen mit Überlegungen,
wie man diese erweiterte Sichtweise von Symptomen methodisch
erforschen kann.
Hier hat er schon einige Lösungen anzubieten, möchte aber die
Knowledge Power des Forums benutzen, um bisher ungelöste Fragen
zu diskutieren.
Technische Universität Darmstadt,
Schlossgartenstr. 7, Raum 234
(Mathe-Gebäude, S2|15-234)
106. Ernst-Schröder-Kolloquium
Menschengerechte Wissensverarbeitung im
Zeitalter generativer KI: Was auf dem Spiel steht!
Prof. Dr. Urs Andelfinger
(Hochschule Darmstadt)
Generative Künstliche Intelligenz begegnet uns im Alltag als
ChatBot beispielsweise unter dem Namen ChatGPT, aber sie findet
sich auch in vielen weiteren Anwendungen für die Bildverarbeitung,
Bild- und Spracherkennung sowie für die Spracherzeugung.
Je perfekter und realitätsnäher diese Anwendungen jedoch werden,
umso subtiler und tiefergehend unterläuft generative KI bewährte
gesellschaftliche Praktiken, Gewissheiten und
erkenntnistheoretische Kategorien.
Beispielsweise wird durch elegante Formulierungen und sehr
realitätsnah erzeugte Bilder der (im Alltag bislang als
selbstverständlich angenommene) Geltungsanspruch von Sachtexten
und Fotos auf Wahrheit (als Übereinstimmung mit etwas Drittem
in der Welt) auf subtile Weise verschoben zu Richtigkeit
(innerhalb des formalen Regelsystems). Aus der Perspektive der
Benutzer können dann daraus Folgephänomene wie ‚Halluzinationen‘,
'Fake News' und ‚multiple Realitäten‘ entstehen.
Das Referat zeigt anhand von drei Perspektiven
(sprachphilosophisch, argumentationstheoretisch und
gesellschaftstheoretisch) auf, wie tief diese Veränderungen &
Herausforderungen der generativen KI reichen. Sich daraus ergebende
Fragen sind unter anderem: Was soll zukünftig als Wahrheit gelten?
Was soll zukünftig als legitimes Argument bei der Erarbeitung von
Wissen gelten? Was bedeuten die Überlegungen für den
gesellschaftlichen Zusammenhalt insgesamt? Abgerundet wird das
Referat mit Überlegungen zu Handlungserfordernissen, um den
menschengerechten Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz zu
unterstützen.
Technische Universität Darmstadt,
Schlossgartenstr. 7, Raum 244
(Mathe-Gebäude, S2|15-244)
106. Ernst-Schröder-Seminar
Mathematik und Informatik –
die zerstrittenen Brüder
Obwohl Mathematik und Informatik einiges gemeinsam haben,
fremdeln sie doch auch immer wieder miteinander.
Ein paar Mitglieder aus unserer Runde, Mathematiker und
Informatiker, streiten regelmäßig miteinander, um Gemeinsamkeiten
besser zu verstehen und Unterschiede zu ergründen und zu beschreiben.
Wenn es gut geht, um Unterschiede zu überwinden, und sonst, um
herauszufinden, wie sie zustande kommen und warum sie notwendig sind,
oder zumindest praktisch. Auf jedem Fall aber, um ein besseres
Verständnis füreinander zu entwickeln.
Technische Universität Darmstadt,
Schlossgartenstr. 7, Raum 244
(Mathe-Gebäude, S2|15-244)
104. Ernst-Schröder-Kolloquium
Verrückt genug?
Abduktives Denken bei Ch. S. Peirce.
Prof. Dr. Jo Reichertz
(Kulturwissenschaftliches Institut Essen)
Charles Sanders Peirce behauptet in seinen Spätschriften,
dass die Abduktion eine eigenständige logische Gestalt besitzt
und dass allein aufgrund abduktiven Denkens Neues in die Welt
gebracht werden kann.
Im ersten Teil seines Vortrags wird Prof. Reichertz deshalb
diskutieren, wann etwas ‚neu' ist, ob es überhaupt etwas Neues
geben kann, um dann im zweiten Teil den Unterschied zwischen einer
qualitativen Induktion und einer Abduktion näher zu beleuchten.
Danach wird er diskutieren, ob und wie sich abduktives Denken bei
Detektiven, Medizinern und Wissenschaftlern findet,
um schlussendlich die Abduktion als Haltung zu beschreiben.
Technische Universität Darmstadt,
Schlossgartenstr. 7, Raum 244
(Mathe-Gebäude, S2|15-244)
104. Ernst-Schröder-Seminar
C.S. Peirce und E. Schröder:
Von Zahlen zu Begriffen
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
(Hochschule Darmstadt)
Die Entstehung des Verbandsbegriffs
nach Herbert Mehrtens
Prof. Dr. Bernhard Ganter
(Technische Universität Dresden)
Technische Universität Darmstadt,
Schlossgartenstr. 7, Raum 244
(Mathe-Gebäude, S2|15-244)
103. Ernst-Schröder-Kolloquium
30-jähriges Bestehen des ESZ
Am 1. März 1993 wurde das Ernst-Schröder-Zentrum unter Federführung
von Rudolf Wille gegründet. 30 Jahre ist das mittlerweile her.
Dieses Jubiläum wollen wir zum Anlass nehmen für ein
Fest-Kolloquium.
Begrüßung
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
Ernst-Schröder-Zentrum für
Begriffliche Wissensverarbeitung e.V.
Begriffe: eine biologisch-evolutionäre und eine
formalanalytische Sichtweise
Prof. Dr. Thomas Bernhard Seiler
Fachbereich Psychologie, TU Darmstadt
Qualitative Theoriebildung mit GABEK.
Welche Operationen der Wissensorganisation
sollte man automatisieren?
Prof. Dr. Josef Zelger
Institut für Philosophie
der Universität Innsbruck
Arbeiten rund um dieses Thema, stehen auch bei
Google Scholar zur Verfügung.
Kooperationgespräch: Begriffe und Kognition
Musikalische Begleitung: Elias Fuzzy Dahlhaus, auf dem elektrischen Klavier.
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102. Ernst-Schröder-Kolloquium
Lernen von Organisationen durch dynamische
Wissensorganisation mit GABEK® als Zukunftsvision
Prof. Dr. Josef Zelger
Universität Innsbruck
Es wird ein System der Wissensorganisation für Institutionen
vorgeschlagen, in denen Veränderungen ständig ablaufende parallele
Integrationsprozesse erfordern. Dabei können die Teilnehmer
jederzeit Informationen aus der verbalen Datenbasis der
Institution abfragen oder neue hinzufügen.
Ein Wissensmanager überprüft und verarbeitet die verbalen Daten,
so dass aus den Texten ständig aktualisierte „Gestaltenbäume“
entstehen, die zu jedem Zeitpunkt die kognitive Ordnung der
Institution repräsentieren. Es handelt sich um ein System
der Wissensverarbeitung, das mit einem ständigen Dialog zwischen
Mitarbeitern, Management, Organisationsführung,
Qualitätsbeauftragten und Kunden verglichen werden kann.
Es erlaubt eine sehr schnelle zielgerichtete Wissensabfrage.
Dadurch verkürzen sich Lernwege und Lernzeit aller Beteiligten.
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102. Ernst-Schröder-Seminar
40 Jahre Formale Begriffsanalyse
Am 7. Dezember 1979 hat Prof. Dr. Rudolf Wille in seiner
Forschungsgruppe in Darmstadt die „formalen Begriffe“ eingeführt.
Das von Rudolf Wille gegründete Ernst-Schröder-Zentrum für
begriffliche Wissensverarbeitung feiert diesen 40. Geburtstag
der Theorie der Formalen Begriffsanalyse mit diesem Seminar.
Vierzig Jahre Formale Begriffe
Prof. Dr. Bernhard Ganter
(TU Dresden, FB Mathematik)
Prof. Ganter berichtet von der Ideengeschichte der
Formalen Begriffsanalyse, von den Anfängen bis heute.
Eine systematische Darstellung ist dabei nicht beabsichtigt.
Stattdessen wird er die großen Linien der Entwicklung darstellen.
Zum Wahrheitsanspruch des begrifflich rationalen Denkens und Wissens
Prof. Dr. Thomas Bernhard Seiler
(Psychologisches Institut der TU Darmstadt)
Was versteht man unter dem Begriff von Wahrheit?
(Was behauptet man, wenn man von wahrem Wissen spricht?)
Wenn man Wahrheit als Übereinstimmung mit dem wirklich
Gegebenen versteht, was könnte dann berechtigen, dem begrifflich
rationalen Denken und Wissen des Menschen einen Wahrheitswert
oder Wirklichkeitswert zuzuschreiben?
Welche Faktoren sprechen gegen diesen Anspruch oder begrenzen
zumindest in gravierender Weise den Wahrheitswert?
Welche Rolle spielen dabei Analogie, Abstraktheit und
Konstruktivität? Folgt daraus, dass der Begriff der Wahrheit
obsolet ist und rationales Wissen und Denken des Menschen zu
Unrecht einen Wirklichkeitsanspruch erheben?
Oder kann und soll man ihnen relative Wahrheitswerte zusprechen?
Wenn ja, wie lassen sich diese relativen Wahrheitswerte
begründen, erhärten und belegen?
Ernst-Schröder-Zentrum für
Begriffliche Wissensverarbeitung e.V.
Das Professoren-Ehepaar May-Britt und Edvard I. Moser,
beschäftigen sich mit der Frage, wie es uns gelingt, uns im Raum zu
orientieren. Für Ihre Ergebnisse, haben sie im Jahr 2014
den Nobelpreis für Physiologie und Medizin erhalten.
Anhand eines Artikels aus der Spektrum der Wissenschaft
skizziert Prof. Wolff diese Ergebnisse und erläutert die Parallelen
zur Temporalen Begriffsanalyse.
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101. Ernst-Schröder-Seminar
Sa. 27. Juli 2019, 10 Uhr s.t.
Automaten und Temporale Begriffsanalyse
Frau Cäcilia Kurz verfügt über eine hohe Expertise im Bereich der
Automatentheorie. Schon seit einigen Jahren ist sie dem
Ernst-Schröder-Zentrum eng verbunden.
In dieser Zeit sind ihr Parallelen zwischen der Automatentheorie und
der Temporalen Begriffsanalyse aufgefallen. Mit dem ESZ und
insbesondere mit Karl Erich Wolff, dem Begründer der
Temporalen Begriffsanalyse, ist sie deshalb im Gespräch,
um hier mögliche Synergien zwischen den beiden Theorien zu finden
und nutzbar zu machen.
Die Geschichte vom Hasen und dem Igel dient dabei
für beide als Grundlage, ihre Überlegungen beispielhaft greifbar
zu machen.
In zwei Vorträgen stellen sie den derzeitigen Stand der Diskussion
dar.
Zustand, Zeit und Automaten
Cäcilia Maria Kurz
CMK-IT Service Solution
Frau Kurz konzentriert sich in ihrem Vortrag auf den
Blickwinkel aus der Perspektive der Automaten-Theorie.
Zustand, Zeit und Objekte in der
Temporalen Begriffsanalyse
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
Ernst-Schröder-Zentrum für
Begriffliche Wissensverarbeitung e.V.
Prof. Wolff erklärt den granularitätsabhängigen Zustand
eines Objektes (zu einer Zeit in einer Sicht) in der
Temporalen Begriffsanalyse.
Zusammen soll die Grundlage geschaffen werden für
eine anschließende fundierte Diskussion zu Gemeinsamkeiten
und Unterschieden.
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100. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr. 8. März 2019, 16 Uhr c.t.
Reconciling Expressivity and Usability in
Information Access with Conceptual Navigation
Dr. Sébastien Ferré
(Univ. Rennes, CNRS, IRISA)
In many domains where information access plays a central role,
there is a gap between expert users who can ask complex questions
through formal query languages (e.g., SQL), and lay users who
either are dependent on expert users, or must restrict themselves
to ask simpler questions (e.g., keyword search). Because of the
formal nature of those languages, there seems to be an unescapable
trade-off between expressivity and usability in information
systems.
The objective of this talk is to present a number of results
that show that the expressivity of formal languages can be
reconciled with the usability of widespread information systems
(e.g., browsing, Faceted Search (FS)). Those results are based
on an unifying framework inspired by Formal Concept Analysis (FCA)
to factor out the main ideas of all those results:
Abstract Conceptual Navigation (ACN). The final aim of this work
is to empower people with the capability to produce, explore,
and analyze their data in a powerful way.
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100. Ernst-Schröder-Seminar
Sa. 9. März 2019, 10 Uhr s.t.
Formal/Logical Concept Analysis and linguistic
information units
Dr. Annie Foret
(Univ. Rennes, CNRS, IRISA)
The logical concepts analysis (LCA) model was proposed by
[Ferré and Ridoux, 2004]; it generalizes formal concept analysis
(FCA). Like the FCA model, the LCA model has a general potential
and has been applied to various domains.
In this talk we will discuss Formal/Logical Concept Analysis
for linguistic information units of several kinds. As grammar
frameworks, we consider the categorial grammar framework that has
close connections with logic and semantics and the dependency
grammar framework for which syntactic treebanks are now available
for several languages.
Several experiments have been performed producing Logical
Information Systems (LIS) on terminological resources (for a
specialized domain or for an under-resourced language),
on syntactic lexicons (from a categorial grammar framework or
from linguistic treebanks), and on information extraction based
on texts (by a processing chain); we will illustrate them using
the CAMELIS tool.
The LIS systems seem well adapted in the following cases:
data of a symbolic nature; data with heterogeneous aspects;
multi-faceted data.
For well-chosen facets, according to the objectives and the
kind of linguistic resources, a LIS system then constitute
a flexible, incremental and safe environment.
Presentation Slides (including an addendum of slides,
which have not been presented in the talk)
TermLIS is an application of Logical Information Systems
to terminological resources.
SPARKLIS: a versatile vehicle to explore and
query knowledge graphs (demo included)
Dr. Sébastien Ferré
(Univ. Rennes, CNRS, IRISA)
With the rise of the Semantic Web, more and more data is
available in the form of knowledge graphs (RDF).
However, the main way to access those data is by writing queries
in a formal query language (SPARQL), which is hard for most
end-users, and also tedious for semantic web experts.
SPARKLIS is a Web application that connects to SPARQL endpoints,
and that guides end-users in the incremental and interactive
building of queries. Queries are verbalized in natural language
for readability, and the guidance ensures that the built queries
are well-formed without requiring end-users to know the data schema.
SPARKLIS covers most of the expressivity of SPARQL, and thus
supports many use cases from information retrieval to data
analytics.
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99. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr. 22. Februar 2019, 16 Uhr c.t.
Grenzen des rationalen Wissens und Denkens
Prof. em. Dr. Thomas Bernhard Seiler
(Psychologisches Institut der TU Darmstadt)
Die rationalen Erkenntnis- und Denkfähigkeiten versetzen den
Menschen in die Lage, seine Umwelt nicht bloß handelnd erfolgreich
zu bewältigen und sie global und anschaulich zu erfassen,
sondern befähigen ihn darüber hinaus, zusammenfassende und
idealisierende Erkenntniseinheiten zu bilden, mit denen er nicht
bloß an der Oberfläche der Dinge kratzt, sondern auch zu
unanschaulichen Merkmalen vordringen und Bedingungen und Ursachen
des Umweltgeschehens aufdecken kann, die der direkten Wahrnehmung
verborgen bleiben.
Vollendet rationales Denken stützt sich auf klar definierte
Begriffe, mit denen der Mensch seine Annahmen logisch und sachlich
zu begründen versucht.
Daher stellt rationales Denken die Erkenntnisleistung
des Menschen dar, die ihn heraushebt aus dem biologischen
Universum und ihm einzigartige Vorzüge und entscheidende Chancen
verleiht. Die rationalen Fähigkeiten bilden aber keineswegs die
einzige Quelle menschlichen Denkens und Handelns, und neben ihren
Vorzügen haben sie auch gravierende Grenzen und Schwächen,
die vor allem ihrem Entstehungsmodus und ihrer Abstraktheit
geschuldet sind.
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99. Ernst-Schröder-Seminar
Sa. 23. Februar 2019, 10 Uhr s.t.
Von Wikipedia über Wikidata zu Begriffsverbänden
Dr. Tom Hanika
(Knowledge and Data Engineering, Uni Kassel)
Wikipedia und Wikidata sind kollaborative und gemeinnützige
Projekte zur Erstellung einer vielsprachigen und freien
Enzyklopädie bzw. zur Erstellung einer anfragbaren Wissensdatenbank.
Die „Knowledge Graph“-Struktur von Wikidata enthält zur Zeit
circa 55 Millionen Objekte welche jeweils durch Teilmengen
einer 5000-elementigen Menge von Eigenschaften, genannt
„Properties“, beschrieben werden.
Die Formale Begriffsanalyse ermöglicht es nun Teile des darin
enthaltene Wissens mittels Begriffsverbänden zu „Kartografieren“
und mittels Implikationsbasen formal zu prüfen und zu bewerten und
letztendlich besser zu verstehen.
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98. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 7. Juli 2018, 10 Uhr s.t.
Begrifflich-semiotische Analyse der
mathematischen Sprache
Dr. Uta Priss
(Ostfalia Hochschule für angewandte
Wissenschaften,
Zentrum für erfolgreiches Lehren und Lernen)
In der Didaktik existieren zahlreiche Theorien und
Erklärungsansätze, die darlegen, warum viele Lernende Mathematik
als ein schwieriges Fach wahrnehmen.
Offensichtlich sind mathematische Begriffe komplex, abstrakt
und konkurrieren teils mit intuitiv scheinenden Fehlkonzepten.
Mich interessieren aber nicht nur die begrifflichen Inhalte
der Mathematik, sondern insbesondere auch deren sprachliche
Darstellung. Dabei liegt der Fokus dieses Vortrags nicht auf
komplexen Formeln, sondern auf der natürlichen Sprache und
einfachen Symbolen, die zum Beispiel in Schulbüchern oder
einführenden Textbüchern zur Mathematik verwendet werden.
Als historisches Konstrukt ist die Sprache der Mathematik oft
mehrdeutig und unvollständig - insbesondere auch im Vergleich
zu Programmiersprachen, die sehr viel präziser sind und sein müssen.
Eine semiotische Analyse untersucht die strukturellen Zusammenhänge
dessen, was dargestellt wird, mit dem, wie es dargestellt wird,
unter Berücksichtigung der Akteure, die die Sprache oder Zeichen
lesen, sprechen und schreiben. Außerdem benötigt eine semiotische
Analyse für mich immer eine strukturell-formale Methode,
wie zum Beispiel die Formale Begriffsanalyse.
Dieser Vortrag bietet eine Einführung in die Thematik anhand
von ausgewählten Beispielen und ein Plädoyer für den Einsatz
begrifflich-semiotischer Methoden in diesem Gebiet.
A Computational Analysis of the Origins of
Shakespearean Words
Dr. John Old
(vormals: Lecturer an der
Edinburgh Napier University)
In the very early days of computational linguistics (1960's)
Professor Marvin Spevack created the first Concordance of
Shakespeare, and later, a Thesaurus of Shakespeare.
The use of thesauri, which are lexica that organise words by
their meanings, rather than alphabetically, is uncommon
in Germany but very common in English-speaking countries.
The most famous example is Roget's Thesaurus of the
English Language which has been extensively analysed by
computational means by me in the past.
Much of the original data used for Spevack's initial study has
since been lost, so for this analysis Spevack's thesaurus was
re-digitised. Shakespeare's words are compared to
Roget's thesaurus and an etymological database for the sources
of Shakespeare's vocabulary in order to obtain information
about their origins.
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98. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr. 6. Juli 2018, 16 Uhr c.t.
Automatische Erkennung von gefälschten
Produktbewertungen mit semantischen Methoden
Prof. Dr. Melanie Siegel
(Semantische Technologien, Hochschule Darmstadt)
Viele Firmen versuchen sich einen Geschäftsvorteil zu
verschaffen, indem sie für Ihre Produkte selbst produzierte
positive Produkt-Bewertungen erzeugen, um ihre Produkte so
in einem positiven Licht erscheinen zu lassen.
Wie lassen sich solche Fälschungen erkennen? Und vor allem:
lassen sie sich auch mit automatisierten Methoden erkennen?
Prozessbeschreibungen in der
Temporalen Begriffsanalyse
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
(Vorstandsvorsitzender des ESZ)
Die Beschreibung von Prozessen in der Temporalen Begriffsanalyse
geht aus von Datenbanktabellen, in denen ein Prozess mit mehreren
Akteuren in seinem protokollierten Verlauf dargestellt wird.
Mit Hilfe der begrifflichen Skalierung können diese Daten in einer
vom Anwender gewünschten Granularität multidimensional
visualisiert werden. Die Zustände die sich dann ergebenden,
hängen von der gewählten Granularität ab. Das liefert die
Möglichkeit der Faktorisierung jedes Prozesses in jedem seiner
(mehrwertigen) Merkmale.
Die Unterschiede zu anderen Formen der Prozessbeschreibung
sollen in der Diskussion erarbeitet werden.
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95. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 17. Februar 2018, 10 Uhr s.t.
Verallgemeinerte Merkmale
Prof. Dr. Léonard Kwuida
Der Begriffsverband eines formalen Kontextes kann
äußerst groß sein.
Um diesen übersichtlich zu halten, kann man Merkmale
zusammenlegen.
So erhält man verallgemeinerte Merkmale. In dieser
Präsentation
werden wir verschiedene Szenarien diskutieren.
Eine zentrale Frage hier ist die Suche nach einem
ähnlichkeitsmaß auf der Merkmalmenge, das mit
der Zusammenlegung der Merkmale verträglich ist.
Der Vortrag diskutiert die Verwendung der Negation in der
Formalen Begriffsanalyse. Sie wird bei Begriffsverbänden nicht
automatisch einbezogen, anderenfalls wäre das Ergebnis stets eine
Boolesche Algebra. Es gibt auch gute Gründe, auf die Negation zu
verzichten. Dies wird anhand von Beispielen deutlich gemacht.
Der Begriff eines Begriffs wurde von Rudolf Wille 1982
erfolgreich formalisiert und führte zur Theorie der
Formalen Begriffsanalyse.
Dabei startete Wille von einer binären Relation
(„formaler Kontext“) als elementares Informationssystem und
erhielt daraus einen vollständigen (Begriffs-) Verband als
algebraische Struktur der (formalen) Begriffe des gegebenen
Informationssystems. In diesem Begriffsverband werden der
Schnitt und die Verbindung von Begriffen durch die üblichen
Verbandsoperationen dargestellt.
Im Vortrag werden die von Wille begonnenen Untersuchungen
zur Negation von Begriffen unter Verwendung von Halbbegriffen,
Protobegriffen, Vorbegriffen und doppelt Booleschen Algebren
fortgeführt und diskutiert, insbesondere Resultate über die
zugehörigen algebraischen Strukturen und eine neue
Charakterisierung Boolescher Algebren durch ein einziges und
sehr einfaches Axiom.
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94. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 21. Oktober 2017, 10 Uhr s.t.
Computerunterstütztes Lernen
Die Idee, Computer zur Unterstützung des Lernens einzusetzen,
hat seit Beginn des Computerzeitalters fasziniert.
Man könnte doch so den Lernenden ermöglichen, sich den Stoff
weitgehend selbständig zu erarbeiten und sie dabei individuell
durch die Lernschritte führen, abhängig von ihren
Kenntnissen und Fortschritten.
In der Praxis haben sich solche Ansätze
„programmierten Lernens“ aber nicht durchgesetzt.
Abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit wurden sie aber weiter
entwickelt und auch theoretisch besser fundiert. Eine der heute
(auch kommerziell) besonders erfolgreichen Methoden beruht auf
mathematischer Grundlage. Sie soll im Vortrag vorgestellt
werden. Dabei wird auch deutlich, welche Möglichkeiten für
die didaktische Theoriebildung sich daraus ergeben.
Im ersten Vortrag wir die Methode der „Wissensräume“
in Grundzügen erläutert und eingeordnet.
Der zweite Vortrag behandelt Unterrichtstools,
die daraus an der TU Graz entwickelt worden sind.
Lernen in Wissensräumen –
Eine erfolgreiche Lernmethodik mit mathematischer Grundlage
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93. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 20. Mai 2017, 10 Uhr s.t.
Datenanalyse und Visualisierung
Vergleich klassischer Datenanalysemethoden
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
(Vorstandsvorsitzender des
Ernst-Schröder-Zentrums)
Vergleich von Faktorenanalyse, Korrespondenzanalyse,
Clusteranalyse und der Formalen Begriffsanalyse im Hinblick auf
ihre Daten, Berechnungen und Darstellungsmethoden.
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93. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 19. Mai 2017, 16 Uhr c.t.
Datenanalyse und Big Data
Mit Streaming Analytics zu Smart Data
Dr. Martin Skorsky
(Software AG)
In mehreren Forschungsprojekten, an denen die Software AG
beteiligt ist, werden große Datenmengen analysiert.
In dem Vortrag zeigt Dr. Skorsky, welche Methoden wie
Streaming Analytics dazu eingesetzt werden und welche Produkte
der Software AG dabei zum Einsatz kommen.
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92. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 17. Februar 2017, 16 Uhr c.t.
Sprache und Öffentlichkeit
Prof. Dr. Rudolf Hoberg
(TU Darmstadt, Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft)
Wie denken die Deutschen über ihre Muttersprache, über Fremdsprachen und die Sprachensituation in Europa und in der Welt?
Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat dazu eine Umfrage in Auftrag gegeben. Prof. Hoberg stellt die Ergebnisse daraus vor und unterzieht sie einer eingehenden Analyse und kritischen Betrachtung.
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92. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 18. Februar 2017, 10 Uhr s.t.
Sprache und Religion
Hören, Sprechen, Schweigen – über Sprache und Religion
Prof. Dr. Rudolf Hoberg
Die neuere Sprachwissenschaft, zumindest die deutsche, beginnt erst allmählich, sich mit religiösen bzw. theologischen Sprachproblemen auseinanderzusetzen.
Der Vortrag geht anhand von Beispielen darauf ein, wie verschiedene Sprachen auf religöses Denken und Empfinden einwirken und welche Probleme dies z.B. für übersetzungen oder den interreligiösen Dialog aufwirft.
Luther und die deutsche Sprache
Prof. Dr. Rudolf Hoberg
Der Vortrag beleuchtet aus sprachwissenschaftlicher Sicht, anhand von Beispielen, die übersetzungsprinzipien Martin Luthers und die Auswirkungen auf Sprache, Denken und Politik seiner Zeit und der nachfolgenden Jahrhunderte.
Zum Abschluss geht Prof. Hoberg darauf ein, wie die ökumenische Entwicklung der letzten Jahrzehnte sich auch in der Sprache niederschlägt.
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(Mathe-Gebäude, S2|15-234)
91. Ernst-Schröder-Seminar
Fr, 3. Dezember 2016
über die Entwicklung von Programmen zur Begriffsanalyse
Dr. Robert Jäschke
Senior Lecturer at the Information School
of The University of Sheffield
Seit der Veröffentlichung von Trias, der ersten Implementierung
zur Berechnung von triadischen Begriffsverbänden, sind zehn Jahre
vergangen. Zeit, um zurückzublicken und Entwicklungen in der
FBA-Anwendungslandschaft aus der Sicht des Vortragenden zu
reflektieren.
Der Vortrag zeigt anhand von Beispielen Herausforderungen und
Möglichkeiten auf, die sich durch das Veröffentlichen und das
Wiederverwenden von Anwendungen und Anwendungsbibliotheken für
Formale Begriffsanalyse ergeben.
Siena und ToscanaJ: Zustände für Objekte in Raum und Zeit
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
Vorstandsvorsitzender des Ernst-Schröder-Zentrums
Am Beispiel der Programme Siena und ToscanaJ wird Prof. Wolff eine Einführung in die Grundideen der Temporalen Relationalen Begriffsanalyse geben. Insbesondere wird er dabei eingehen, auf die Repräsentation von Zuständen von Objekten, die sich wie Teilchen verhalten und auf die Darstellung von Zuständen von verteilten Objekten, wie etwa ein Hoch auf einer Wetterkarte oder eine zerstäubende Wasserwelle.
Die explizite Einbeziehung der verwendeten Granularität der Messwerte in die Definition des Zustandes eines temporalen Objekts zu einem gegebenen Zeitpunkt in einer gewählten Ansicht ermöglicht eine (in der Automatentheorie nicht mögliche) Faktorisierung temporaler relationaler Systeme.
Dadurch werden in der Praxis wertvolle Einblicke in die Struktur solcher Systeme ermöglicht.
Senior Lecturer at the Information School of The University of Sheffield
Social Bookmarking als einfache und effektive Methode zur Wissensorganisation ist sehr populär und hat sich in den letzten Jahren in vielen Web-Plattformen – von YouTube bis Twitter – durchgesetzt. Parallel dazu sind personalisierte Empfehlungssysteme in vielen Bereichen, vor allem im E-Commerce, sehr erfolgreich und nicht mehr wegzudenken.
Mit der Kombination und Implementierung beider Systeme vor zehn Jahren betraten wir Neuland und hatten die Möglichkeit, die gemeinsame Entwicklung beider Systeme zu erforschen und zu gestalten.
Dieser Vortrag zeichnet die Entwicklung unserer Forschung im Bereich Empfehlungssysteme für Social Bookmarking nach und gibt gleichzeitig Einblicke in die Erfahrungen und den Alltag im Betrieb des vielgenutzten Social-Bookmarking-Systems „BibSonomy“.
Wissensrepräsentation: Prädikation und Visualisierung
Hermann Bense
87. Ernst-Schröder-Kolloquium
Sa, 19. Juni 2015
Counterintuitive randomness: some recent
examples from probability, statistics,
image classification and knowledge discovery
Prof. Dr. Jean Vaillancourt
(Université du Québec en Outaouais)
86. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr. 29. Mai 2015
Ontologische Wissensrepräsentation in der Praxis -
Chancen und Grenzen
Prof. Dr. Sebastian Rudolph
(Technische Universität Dresden)
86. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 30. Mai 2015
Formale Begriffsanalyse in der ontologischen
Wissensakquisition
Begriffsanalytische Ansätze zur interaktiven
ontologischen Wissensakquisition
Prof. Dr. Sebastian Rudolph
Begriffsanalytische Wissensexploration
Prof. Dr. Bernhard Ganter
(TU Dresden)
Begriffliche Wissensrepräsentation mit Toscana
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
85. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr. 27. Februar 2015
Semantische Wissensrepräsentation in der Linguistik
Prof. Dr. Wiebke Petersen
(Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
85. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 28. Februar 2015
Automatisches Clustering in der Computerlinguistik
am Beispiel von Adjektiven und Nomen
Prof. Dr. Wiebke Petersen
Nicht-lineare Zeit und Flash Back in der Temporalen
Begriffsanalyse
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
übungen zur Temporalen Begriffsanalyse am eigenen
Rechner.
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
84. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr. 24. Oktober 2014
Evaluierung von Objekten – Verbände und Implikationen
Prof. Dr. Adalbert Kerber
84. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 25. Oktober 2014
Formen der Wissensorganisation
Unscharfe Begriffe: Pro und Contra
Prof. Dr. Adalbert Kerber, Prof. Dr. Karl Erich Wolff
Wissensorganisation
Dr. Ingetraut Dahlberg
83. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr. 11. Juli 2014
Ontologien als Schlüsseltechnologie für die automatische
Erzeugung natürlich-sprachlicher Texte
Diplom-Informatiker Hermann Bense
([bense.com] Verlagsgesellschaft für Digitales Publizieren GmbH)
83. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 12. Juli 2014
Kurs: Visualisierung von Daten mit Programmen
der Formalen Begriffsanalyse
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
82. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr. 9. Mai 2014
Die Informatisierung der Gesellschaft und die Rolle des
Subjekts
Prof. Dr. Rudi Schmiede,
Institut für Soziologie der
Technischen Universität Darmstadt
82. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 10. Mai 2014
Kurs: Visualisierung von Daten mit Programmen
der Formalen Begriffsanalyse
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
81. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 24. Januar 2014
Allgemeine Mathematik als gelebtes Bildungskonzept -
Sinn und Bedeutung im Mathematikunterricht
Prof. Dr. Katja Lengnink
Justus-Liebig-Universität Gießen
Prof. Dr. Susanne Prediger
Technische Universität Dortmund:
81. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 25. Januar 2014
Allgemeine Mathematik als gelebtes Bildungskonzept -
Möglichkeiten und Grenzen für Sinn und Bedeutung im
Mathematikunterricht
Prof. Dr. Katja Lengnink
Justus-Liebig-Universität Gießen
Prof. Dr. Susanne Prediger
Technische Universität Dortmund:
80. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 6. Dezember 2013
Ganzheitliche Bewältigung von Komplexität (GABEK)
und ihre Anwendung in der Praxis
Prof. Dr. Josef Zelger
80. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 7. Dezember 2013
Einführung in das GABEK-Programm „WinRelan“
Prof. Dr. Josef Zelger
Begriffslogik aus philosophischer Perspektive
John Flath
Ergänzung begrifflicher Analysen um dynamische Wirkungszusammenhänge
Prof. Dr. Urs Andelfinger
79. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 21. Juni 2013
Einführung in algorithmische Komplexitätstheorie und
NP-Vollständigkeit
Prof. Dr. Martin Ziegler
(Fachbereich Mathematik der TU Darmstadt)
79. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 22. Juni 2013
Von der praktischen Bedeutung formaler Begriffe zur
Berechnung aller Begriffe eines Kontextes
78. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 27. April 2013
Begriffliche Nähe -
Anwendungen in Kunst und Bibliothekswesen
Prof. Dr. Bernhard Humm
Hochschule Darmstadt
78. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 13. Juli 2013
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
Hochschule Darmstadt
Anleitung zum praktischen Arbeiten mit ToscanaJ
ToscanaJ ist ein Programm zur Erkundung großer Datenmengen mit den
Methoden der Begriffsanalyse. Dazu werden die Daten in geeigneter
Granularität zusammengefasst und als gestufte Liniendiagramme von
Begriffsverbänden visualisiert.
F E S T K O L L O Q U I U M
20 Jahre Ernst-Schröder-Zentrum
Fr, 01. März 2013
Menschen und Begriffe
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
Vorsitzender des Ernst-Schröder-Zentrums
Von semantischen zu sozialen Netzen
Prof. Dr. Gerd Stumme
Fachgebiet Wissensverarbeitung, Universität Kassel
77. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 02. März 2013
Begriffe und Netze
Allgemeine Wissenschaft
Stefan Heppenheimer
Begriffe, Netze und Folksonomies
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
76. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 8. Dezember 2012, 9–13 Uhr
Begriffliche Ontologien
Ein Beispiel einer begrifflichen Ontologie
Dr. Christoph Lübbert
Demonstration von FBA-Programmen anhand des Beispiels von Christoph Lübbert
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
übungen am eigenen Rechner mit Programmen zur FBA
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
FBA in Lexika – Ontology ohne Ontologie
Prof. Dr. Peter Zahn
76. Ernst-Schröder-Kolloquium
Festkolloquium anlässlich des 75. Geburtstages von
Herrn Prof. Dr. Rudolf Wille
Fr, 9. November 2012
Grußworte:
Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel
(Präsident der TU Darmstadt)
Prof. Dr. Burkhard Kümmerer
(Dekan des FB Mathematik)
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
(Vorstandsvorsitzender des Ernst-Schröder-Zentrums)
Prof. Dr. Peter Burmeister
(AG Allgemeine Algebra)
Kolloquiumsvorträge:
Bilder von Begriffen
Prof. Dr. Bernhard Ganter
(Institut für Algebra, TU Dresden)
Zur psychologischen Relevanz der Formalen
Begriffsanalyse
Prof. Dr. Thomas Bernhard Seiler
75. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 13. Juli 2012
Prof. Franz Baader
Technische Universität Dresden
Beschreibungslogik für medizinische Ontologien
75. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 14. Juli 2012
Anwendungen von Formaler Begriffsanalyse und Ontologien
Begriffe: Psychogenese - Prof. Bernhard Seiler
Semiotik und Ontologie - Prof. Peter Zahn
Eine formal-begriffliche Ontologiedefinition -
Dr.Christoph Lübbert
Ontologien, wozu? - Stefan Heppenheimer
74. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 15. Juni 2012
Prof. Heinrich Herre
Universität Leipzig
Ontologie und Epistemologie von Raum und Zeit
74. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 16. Juni 2012
Ontologien und Formale Begriffsanalyse
Prof. Heinrich Herre
(Universität Leipzig)
Anwendungen von Ontologien in der medizinischen Forschung
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
(Mathematik, Hochschule Darmstadt)
Begriffsanalytische Repräsentation von Zuständen von Objekten
73. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 27. Januar 2012
Prof. Dr. Reinhard Pöschel
(Technische Universität Dresden)
Eine allgemeine Galoistheorie für Funktionen- und Relationensysteme
73. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 28. Januar 2012
Formale Begriffsanalyse und
informationstechnische Ontologien
Begriffliche Strukturen für informationstechnische Ontologien
Wir erstellen begriffliche Skalen
Poly-Ontologien als mehrsortige Erweiterungen formaler
Ontologien
Anwendungen von Ontologien und deren Grenzen
72. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 9. Dezember 2011
Prof. Dr. Urs Andelfinger
Informationstechnische Ontologien im Wissensmanagement -
Zum Ontologieverständnis in den verschiedenen Disziplinen
72. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 10. Dezember 2011
Ontologien –
Von der Philosophie zur Informationstechnik
71. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 18. Juni 2011
Perspektiven für einen künftigen Mathematikunterricht
Prof. Dr. Hans Werner Heymann
Universität Siegen
Der Beitrag des Faches Mathematik zur schulischen Allgemeinbildung
Einschätzungen zur gegenwärtigen Situation des Mathematikunterrichts
Leitlinien zur Veränderung des Mathematikunterrichts
Methodische Umsetzung
71. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 17. Juni 2011
Prof. Dr. Hans Werner Heymann
Universität Siegen
Das Mathematische in der Allgemeinbildung
70. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 11. Februar 11
Prof. Dr. Regina Buder
(TU Darmstadt)
Wie kann man Mathematik nachhaltig lernen?
70. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 12. Februar 11
Perspektiven für einen künftigen Mathematikunterricht
69. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 10. Dezember 2010
Lindiendiagramme in der Wissenskommunikation
Dr. Markus Helmerich
Universität Siegen, FB Mathematik
69. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 11. Dezember 2010
Formale Beschreibungen von Daten und Systemen
68. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 25. Juni 2010
Begriffliche Repräsentation temporaler Systeme
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
Hochschule Darmstadt
68. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 26. Juni 2010
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
Hochschule Darmstadt
Granularität in Raum und Zeit:
Was ist ein Zeitpunkt, was ist ein Ort?
Einführung: Granularität in Raum und Zeit
Begriffliche Skalierung
Objekte in Raum und Zeit
Verteilte Objekte
67. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 28. Mai 2010
über die Struktur des Kontinuums:
Ein großer Streit zwischen Cantorianern und Neu-Aristotelikern
Prof. Dr. Miloš Arsenijević
Philosophische Fakultät der Universität Belgrad
67. Ernst-Schröder-Seminar
Fr, 29. Mai 2010
Formal concept analysis of one-dimensional
continuum structures
Von Grassmanns Ausdehnungslehre zur geometrischen
Algebra und Logik
Prof. Dr. Paul Drechsel
Universität Mainz
66. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 30. Januar 2010
Allgemeine Ansätze zur geometrischen
Algebra und Logik
Kontinua bestehen nicht aus Punkten,
Punkte sind nur Grenzen von Kontinua
Prof. Dr. Rudolf Wille
TU Darmstadt
Begriffliche Beschreibung von Raum und Zeit
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
Hochschule Darmstadt
Rechnen im Raum mit geometrischer Algebra
D. Hildenbrand
Geometrische Algebra in der Schule?
R. Oldenburg
65. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 27. November 2009
Hinführung der Informatik zu einer
konstruktiven Ingenieurwissenschaft
Prof. Dr. Erich Ortner
Technische Universität Darmstadt
65. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 28. November 2009
Informatik als Grundbildung
Als Arbeitsgrundlage dieses Seminars dient die sechsteilige Reihe „Informatik als Grundbildung“ von Prof. Dr. Erich Ortner, die in der Zeitschrift „Informatik-Spektrum“ zwischen April 2004 und Februar 2005 erschienen ist:
Allgemeine Einführung
Bildung von Elementarsätzen
Gleichheit und Abstraktion
Objektsprache / Metasprache
Namengebung und Kennzeichnung
Logik und Geltungssicherung
64. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 3. Juli 2009
Evolution und Strukturgenese des Wissens
Prof. Dr. Thomas Bernhard Seiler
Psychologie, TU Darmstadt
64. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 4. Juli 2009
Wissen zwischen Sprache Information und Bewusstsein
Prof. Dr. Thomas Bernhard Seiler
Psychologie, TU Darmstadt
Literaturgrundlage:
Thomas Bernhard Seiler: Wissen zwischen Sprache,
Information, Bewusstsein –
Probleme mit dem Wissensbegriff
MV-Wissenschaft, Münster 2008
63. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 15. Mai 09
Philosophische Reflexion der Mathematisierung
Prof. Dr. Knut Radbruch
Universität Kaiserslautern
63. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 16. Mai 09
Mathematisierung des Begrifflichen in der realen Welt
Was sind Begriffe? –
Mathematik und Wirklichkeit
Stefan Heppenheimer
TU Darmstadt
Wie hängen Begriffe zusammen? –
Begriffsstrukturen mathematisch klären
Prof. Dr. Peter Burmeister
TU Darmstadt
Was sind Zustände? –
Eine begriffliche Mathematisierung
Prof. Dr. Karl Erich Wolff
Hochschule Darmstadt
Begriffe mathematisieren: Wozu?
Prof. Dr. Rudolf Wille
TU Darmstadt
62. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 30. Januar 2009
Diskrete Mathematik diskret in der Praxis
Prof. Dr. Alexander Martin
Technische Universität Darmstadt
62. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 31. Januar 2009
Diskrete Mathematik für die Schule
Prof. Dr. Alexander Martin
Technische Universität Darmstadt
Graphen und Blockpläne
Kombinatorische Optimierung
Kodierung und Kryptographie
Formale Begriffsanalyse
61. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 21. November 2008\\
Erlebnisland Mathematik
Prof. Dr. Bernhard Ganter
Technische Universität Dresden
61. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 22. November 2008
Mathematik erleben durch handlungsorientierte Inszenierungen
Prof. Dr. Bernhard Ganter
Technische Universität Dresden
60. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 6. Juni 2008
Allgemeine Mathematik – Mathematik für die Allgemeinheit
Prof. Dr. Rudolf Wille
Technische Universität Darmstadt
60. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 7. Juni 2008
Mathematik unter dem Anspruch von Allgemeinbildung
nach Hans Werner Heymanns Buch „Allgemeinbildung und Mathematik“
Prof. Dr. Rudolf Wille
Technische Universität Darmstadt
Mathematikunterricht und Lebensvorbereitung
Mathematikunterricht und kulturelle Kohärenz
Weltorientierung und Mathematikunterricht
Denken, Verstehen und kritischer Vernunftgebrauch im Mathematikunterricht
59. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 16. Mai 2008
Perspektiven für einen künftigen Mathematikunterricht
Prof. Dr. Lisa Hefendehl-Hebeker
Universität Essen
59. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 17. Mai 2008
Wie kann der Mathematikunterricht verbessert werden?
Prof. Dr. Lisa Hefendehl-Hebeker
Universität Essen
Psychologische Leitlinie: Lernen als aktive Konstruktion und Aneignung
Anthropologische Leitlinie: das dialogische Prinzip
Fachlich-epistemologische Leitlinie: Ansatzpunkte und Orientierungen
Bildungstheoretische Leitlinie: die Verflechtung von Inhalten und Prozessen
58. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 18. Januar 08
Mündigkeit durch Mathematik? –
Reflektierendes Mathematiklernen
Prof. Dr. Katja Lengnink
(Universität Siegen)
58. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 19. Januar 08
Allgemeine Mathematik als Bildungskonzept für die Schule
Bildung als Menschenbildung – Welche Bildung sollten wir anstreben?
Allgemeinbildung und Mathematik – Welche Mathematik sollte in der Schule gelernt werden?
Allgemeine Mathematik als Mathematik für die Allgemeinheit – Welche Mathematik brauchen wir im Alltag?
Mathematik präsentieren, reflektieren, beurteilen
57. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 14. Dezember 07
Sinn und Unsinn der Exzellenzinitiativen
Prof. Dr. Michael Hartmann
TU Darmstadt
57. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 15. Dezember 07
Begriffliche Wissensverarbeitung als aktueller Forschungsbereich
56. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 30. Juni 2007, 9–18 Uhr
Verstehen Lehren (nach Martin Wagenschein)
Prof. Dr. Peter Euler
TU Darmstadt
56. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 29. Juni 2007
Verstehen der Naturwissenschaften durch kritisch-genetisches Lehren
Prof. Dr. Peter Euler
TU Darmstadt
55. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 5. Mai 2007
Die Unterstützung begrifflichen Denkens durch Diagramme
Prof. Dr. Helmut Pape
z.Z. TU Darmstadt
55. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 4. Mai 2007
Die Dynamik des Geistes und der Diagramme in Peirces Logik der Graphen
Prof. Dr. Helmut Pape
z.Z. TU Darmstadt
54. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 26. Januar 2007
Lernschwierigkeiten überwinden:
Mathematik als Verstärker des Alltagsdenkens
Prof. Dr. Susanne Prediger
Universität Dortmund
54. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 27. Januar 2007
Mathematiklernen im Spannungsfeld von Mathematik und Lebenswelt
Prof. Dr. Susanne Prediger
Universität Dortmund
53. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 1. Dezember 2006
Schöpferisches Denken in der Mathematik –
Impulse zum besseren Lernen
Prof. Dr. Timm Grams
Hochschule Fulda
53. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 2. Dezember 2006
Kompetenzerwerb im Mathematikunterricht
52. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 20. Oktober 2006
Begriffsanalytische Exploration: Erschließen von Wissensfeldern
Prof. Dr. Bernhard Ganter
Technische Universität Darmstadt
52. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 21. Oktober 2006
Begriffliche Wissensverarbeitung: Theorie und Praxis
51. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 23. Juni 2006
The Psychology of Mathematics
Prof. Dr. Tom Burke
University of South Carolina
51. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 24. Juni 2006
Where Mathematics comes from –
Discussion of research of George Lakoff and Rafael E. Nùñez
Prof. Dr. Tom Burke
University of South Carolina
50. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 5. Mai 2006
Bildung durch Mathematik
Prof. Dr. Hans Werner Heymann
Universität Siegen
50. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 6. Mai 2006
Bildung durch Mathematik
Visionen einer mathematischen Allgemeinbildung
Dr. Eva Jablonka
FU Berlin
Bildung und mathematische Kompetenz
Prof. Dr. Christine Keitel
FU Berlin
Perspektiven für einen bildungsorientierten Mathematikunterricht
Prof. Dr. Lisa Hefendehl-Hebeker
Uni Essen
Mündig werden durch Mathematik
Dr. Katja Lengnink
TU Darmstadt
Logisch denken lernen im Mathematikunterricht
Prof. Dr. Rudolf Wille
TU Darmstadt
49. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 25. November 2005
in Zusammenarbeit mit dem Frauenforschungszentrum Darmstadt und der ESG – Evangelische Studierenden-/Hochschulgemeinde
Frauen lesen anders, weil sie anders leben –
Sündenfallmythos und Kreuzestheologie als Beispiele
Prof. Dr. Friedel Kriechbaum
Institut für evangelische und katholische Theologie, Universität Gießen
49. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 26. November 2005
in Zusammenarbeit mit dem Frauenforschungszentrum Darmstadt und der ESG – Evangelische Studierenden-/Hochschulgemeinde
Wissen – Macht – Geschlecht
Das Geschlechterbild in biblischen überlieferungen
Prof. Dr. Friedel Kriechbaum
Institut für evangelische und katholische Theologie, Universität Gießen
48. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 8. Juli 2005
Begriffliche Wissensverarbeitung als angewandte Informatik – Arbeitshilfen für die Bewertung von Umweltauswirkungen
Prof. Dr. Gerd Stumme
FG Wissensverarbeitung, Universität Kassel
48. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 9. Juli 2005
Begriffliche Wissensverarbeitung –
Methoden und Anwendungen
Prof. Dr. Gerd Stumme
FG Wissensverarbeitung, Universität Kassel
47. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 03. Juni 05
Umweltmanagement in der Automobilindustrie:
Arbeitshilfen für die Bewertung von Umweltauswirkungen
Prof. Dr. Liselotte Schebek
FG Industrielle Stoffkreisläufe, TUD
47. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 04. Juni 05
Formale Beschreibungssprachen im Semantic Web
(In Anlehnung an „A Semantic Web Primer“ von G. Antoniou und
F. van Harmelen)
Es wird über folgende Themen vorgetragen und diskutiert:
Semantic Web: Vision und übersicht
Web-Dokumente strukturieren mit XML
RDF und RDFS: Die Basis zur Beschreibung von Web-Resourcen
Description Logics: Die Logik hinter RDF-Erweiterungen
DAML & OIL: Eine Ontologie- und logikbasierte
Erweiterung von RDF/RDFS
OWL: Die State-of-the-Art Sprache des Semantic Web
46. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 28. Januar 05
Vom Begriff zur Metapher:
Elemente einer Methode für die Metaphernforschung
Prof. Dr. Petra Gehring
(Institut für Philosophie, TU Darmstadt)
46. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 29. Januar 05
Vom impliziten zum expliziten Wissen
Prof. em. Dr. Thomas Bernhard Seiler
(TU Darmstadt, Institut für Psychologie)
(Information und Diskussion über Texte aus einem aktuellen Buchprojekt
von Prof. Dr. Thomas Bernhard Seiler)
Es werden Inhalte aus Texten von
Thomas Bernhard Seiler vorgetragen und diskutiert:
Wissen und Wissensarten
Wissen und Sprache
Wissen und Erkenntnis
Von impliziten zu expliziten Wissensformen
Bewusstsein und Bewusstmachung
Wissen in Begriffen
Den Abschluss soll eine Diskussion bilden über
Zusammenhänge der Seilerschen Texte mit der vom Ernst-Schröder-Zentrum
geförderten Begrifflichen Wissensverarbeitung.
45. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 19. November 04
Allgemeine Systemtheorie zur transdisziplinären Wissenssynthese –
Eine Kritik der formalen Vernunft
Prof. Dr. Günter Ropohl
(Institut für Arbeitslehre und
Politische Bildung, Universität Frankfurt am Main)
45. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 20. November 04
Systemtheorie und Systemgestaltung –
Die Sichtweise der Peirceschen Spätphilosophie
Die Systemtheorie von N. Luhmann
Dr. A. Hetzel
Neuronale Systeme
Prof. Dr. P. Layer
Elemente einer heuristischen Methodologie allgemeiner Systemtheorie
Prof. Dr. W. Krabs
Konkurrierende Ansätze der Systemforschung
Dipl.-Math. T. Klinger
Informatische Systemgestaltung
Prof. Dr. Urs Andelfinger
Begriffliche Systemtheorie
Prof. Dr. R. Wille/Prof. Dr. K. E. Wolff
44. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 02. Juli 04
Probleme der Logik:
Eine Kritik der formalen Vernunft
Prof. Dr. Pirmin Stekeler-Weithofer
(Institut für Philosophie,
Universität Leipzig)
44. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 03. Juli 04
Grundprobleme der Logik
Prof. Dr. Pirmin Stekeler-Weithofer
(Institut für Philosophie,
Universität Leipzig)
Information und Diskussion über das Buch „Grundprobleme der Logik“ von
Prof. Dr. Pirmin Stekeler-Weithofer
Platons Dialektik
Aristotelische Logik
Freges funktionale Wahrheitslogik
Wahrheitsfunktionale Aussagenlogik
Semantische Grundlagen der Quantorenlogik
Formale Argumentationslogik
43. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 23. April 04
Medizinische Informatik –
Möglichkeiten und Grenzen
Prof. Dr. Wolfgang Giere
(Zentrum der Medizinischen Informatik,
Universität Frankfurt)
43. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 24. April 04
Werkzeuge des Informationsmanagement:
Topic Maps und Begriffsverbände
Prof. Dr. Wolfgang Giere
(Zentrum der Medizinischen Informatik,
Universitäat Frankfurt)
in Anlehnung an das White Paper „The Topic Maps Handbook“ von Holger Rath:
Die XML-Syntax
Grundbegriffe der Topic Maps
Modellierung unterschiedlicher Views
Erstellen einer Topic Map
Diskussion
Von Topic Maps zu TOSCANA-Systemen
Bastian Wormuth
(Mathematik, TU Darmstadt)
42. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 23. Januar 04
Philosophie und Mathematik:
Dialog mit Hindernissen
Husserls Spaetwerk über die
„Krisis der Europaeischen Wissenschaften“
Prof. Dr. Petra Gehring
(Institut für Philosophie, TU Darmstadt)
Die Krisis der europäischen Wissenschaften
Der Ursprung der neuen Idee der Universalität der Wissenschaft
Die naturwissenschaftliche Fundamentalhypothese
Kants selbstverständliche geltende Lebensumwelt
Das Problem der Lebenswelt
Diskussion
41. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 05. Dezember 03
Die neue Verantwortung der Hochschulen:
übergänge und Kontinuitäten
Prof. Dr. Evelies Mayer
(Staatsministerin a.D., Institut fuer Soziologie, TU Darmstadt)
41. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 06. Dezember 03
Verantwortung in der Wissenschaft
aus Sicht eines Historikers
Prof. Dr. Christof Dipper
Verantwortung in der Wissenschaft
aus Sicht eines Ingenieurs
Prof. Dr. Hans-Georg Retzko
Verantwortung in der Wissenschaft
aus Sicht eines Physikers
Prof. Dr. Egbert Kankeleit
Verantwortung in der Wissenschaft
aus Sicht der beschleunigten ökonomisierung des
Wissenschaftsbetriebs
Prof. Dr. Manfred Teschner
Verantwortung in der Wissenschaft
aus Sicht eines Sozialethikers
Prof. Dr. Wolfgang Bender
Verantwortung in der Wissenschaft
durch Allgemeine Wissenschaft
Prof. Dr. Rudolf Wille
40. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 04. Juli 03
Welche Wissenskultur braucht unsere Universität?
Prof. Dr. Ing. Johann-Dietrich Wörner
(Präsident der TU Darmstadt)
40. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 05. Juli 03
Wissenskultur an einer Universität –
Was kann man für sie tun?
Prof. Dr. Ing. Johann-Dietrich Wörner
(Präsident der TU Darmstadt)
Die Einheit der Wissenschaft im Verständigungsprozess
(von Hentig)
Bildung durch Wissenschaft -
Wissenschaft durch Bildung (Sesink)
Interdisziplinarität und Transdisziplinarität in der
Universität (Mittelstraß)
Vernunft und Verantwortung in der universitären
Ausbildung (Krais)
Die unbedingte Universität (Derida)
Diskussion
Am Nachmittag soll gemeinsam an einer Konzeption für
eine Wissenskultur an der TU Darmstadt gearbeitet werden.
39. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 23. Mai 03
Logischer Sozialismus fuer kollektives Wissen?
Zum Wissensverstaendnis von Charles Sanders Peirce
Prof. Dr. Alfred Nordmann
(Institut für Philosophie, TU Darmstadt)
39. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 24. Mai 03
Was ist Logik?
Die Sichtweise der Peirceschen Spaetphilosophie
Am Vormittag wird über folgende Themen vorgetragen:
Logik als normative Wissenschaft
Die Logik der Relative
Logik als Semiotik
Existentielle Graphen: Teil alpha
Existentielle Graphen: Teil beta
Am Nachmittag wird informiert und diskutiert über das
Programm der Kontextuellen Logik.
Abschließend soll der Frage nachgegangen werden, in
welcher Weise das Peircesche Logikverständnis in die Entwicklung
der Kontextuellen Logik eingehen sollte.
38. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 17. Januar 03
Qualitative Datenanalyse
Harmonisierung der Forschungsmethodologie
Prof. Dr. H. Jörg Henning
(Institut für Psychologie, Universität Bremen)
38. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 18. Januar 03
Die Forschungsmethodologievon PISA 2000
Mit Unterstützung von Prof. Dr. H. Jörg Henning
(Institut für Psychologie, Universität Bremen)
Am Vormittag wird über die Forschungsmethodologie von
PISA 2000 vorgetragen:
Theoretische Grundlagen
Technische Grundlagen
Lesekompetenz: Testkonzeption
Lesekompetenz: Ergebnisse
Die Item-Response Theorie
Am Nachmittag soll exemplarisch untersucht werden, wieweit
die von PISA 2000 erhobenen Daten begrifsanalytisch aufbereitet
werden können.
Abschließend folgt eine Gesamtdiskussion über die
Forschungsmethodologie von PISA 2000.
37. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 22. November 02
Wissen und Kompetenz
Wie realisiert sich Wissen im sozialen Kontext?
Prof. Dr. Beate Krais
(Institut für Soziologie, TU Darmstadt)
37. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 23. November 02
Robert Brandoms Theorie der diskursiven Praxis
Am Vormittag wird über das 3. Kapitel und
die erste Hälfte des 4. Kapitels des Buchs „Expressive Vernunft“ von
Robert Brandom vorgetragen:
Intentionale Zustände und sprachliche Praktiken
Deontischer Status und deontische Einstellungen
Behaupten und Folgern
Pragmatische Signifikanz und semantischer Gehalt
Behauptungen als Wissensansprüche
Am Nachmittag wird über die zweite Hälfte des 4. Kapitels
vorgetragen:
Rationales Handeln
Praktisches Begründen
Den Abschluss soll eine Gesamtdiskussion über Brandoms
Theorie der diskursiven Praxis bilden.
36. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 21. Juni 02
Wissenskommunikation
Ein zentrales Problem des Wissensmanagements in der Praxis
Prof. Dr. Heinz Mandl
(Institut für Pädagogische Psychologie, Universität München)
36. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 22. Juni 02
Von Information zu Wissen –
Grundanliegen des Wissensmanagements des Gebrauchs und Gehalts von Begriffen
Information und Diskussion über
das Buch „InfoSense – Turning Information into Knowledge“ von Keith
Devlin.
Am Vormittag wird über folgende Inhalte des
Buches von Keith Devlin vorgetragen:
Daten, Informationen und Wissen
Situationen und Typen
Konversation von zwei Personen
Konversation in Gruppen und kontextueller Einfluss
Wissenskultur und Wissensbewahrung
Am Nachmittag wird über folgende Themen vorgetragen:
Wissenserwerb und Wissenstransfer
Der wahre Experte und die 5-Prozent Lösung
Den Abschluss soll eine Gesamtdiskussion über Devlins
Ausführungen zum Wissensmanagement bilden.
35. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 03. Mai 02
Begreifen und Verstehen –
über das Denken in Begriffen
Prof. Dr. Thomas Bernhard Seiler
(Institut für Psychologie, TU Darmstadt
35. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 04. Mai 02
Begründen und Begreifen –
Robert Brandoms Theorie des Gebrauchs und Gehalts von Begriffen
Am Vormittag wird über die Einleitung und die
ersten vier Kapitel des Buches „Begründen und Begreifen“ von Robert
Brandom vorgetragen:
Einführung in die Brandomsche Theorie
Semantischer Inferentialismus und logischer Expressivismus
Handlung, Normen und praktisches Begründen
Verlässlichkeitstheorien - Einsichten und blinder Fleck
Was sind singuläre Termini und warum gibt es sie überhaupt?
Am Nachmittag wird über die Kapitel 5 und 6 vorgetragen:
Ein sozialer Weg vom Begründen zum Repräsentieren
Objektivität und die normative Feinstruktur der Rationalität
Den Abschluss soll eine Gesamtdiskussion über Brandoms
Theorie des Gebrauchs und Gehalts von Begriffen bilden.
34. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 01. Februar 02
Innovation als Menschenersatz.
Schlüsselqualifikation statt Bildung
Prof. Dr. Marianne Gronemeyer
(FH Wiesbaden)
34. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 02. Februar 02
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Pädagogik
(TU Darmstadt) und
Prof. Dr. Hans Werner Heymann
(Universität Siegen)
Sind unsere Bildungskonzepte noch zeitgemäß?
Titel eines Sammelbandes, herausgegeben von der
Hessischen Kultusministerin Karin Wolff.
Am Vormittag werden folgende Beiträge aus
dem von der Kultusministerin herausgegebenen Sammelband
vorgestellt:
Ohne Bildung keine Zukunft (Wolff)
Förderung von Tugenden und Vermittlung von
Grundwerten (Hengelbrock)
Soll und wie soll die Schule erziehen? (Ladenthin)
Der kulturelle, allgemeinbildende und berufsbefähigende
Auftrag von Schule (Gauger)
PISA: Bildung neu denken
Prof. Dr. Hans Werner Heymann
(Universität Siegen)
Am Nachmittag wird das Seminarthema mit dem
Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Hans Werner Heymann
diskutiert, wozu Professor Heymann zunächst einen eigenen
Beitrag anbietet.
33. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 14. Dezember 01
Freie Kommunikation im Internet
Ein Anachronismus im Zeitalter von Suchmaschinen und überwachung?
Prof. Dr. Marie-Theres Tinnefeld
(FH München):
33. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 15. Dezember 01
Verlust der Privatheit durch Informationstechnik?
Information und Diskussion über das Buch „Database Nation.
The Death of Privacy in the 21st Century“ von Simson Garfinkel.
Am Vormittag werden Inhalte des Buches
von Simson Garfinkel vorgestellt. Themen sind:
Staatliche und nicht-staatliche Datensammler
Der Mensch im Computer: Wenn Biometrie computerisiert wird
Datenspuren menschlicher Aktionen
Missbrauch mit den Datenspuren
Wem gehören personenbezogene Informationen?
Am Nachmittag wird unter dem Titel „Freiheit und/oder
Sicherheit?“ das Thema Privatheit und Informationstechnik diskutiert.
Hierbei wird auch auf die Methoden der Begrifflichen Wissensverarbeitung
Bezug genommen.
32. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 22. Juni 2001
Visuelle Argumentation
Die Logik technischer Bilder
Prof. Dr. Wolfgang Coy
(Institut für Informatik, Humboldt-Universität Berlin)
32. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 23. Juni 2001
Graphische Kommunikation mit begrifflichen Strukturen
Am Vormittag wird über folgende Themen gesprochen und diskutiert:
Additive Liniendiagramme in Begriffsverbänden
CERNATO - Visualisierung von Abhängigkeiten in begrifflichen
Strukturen
Semiologie der graphischen Darstellung (nach Bertin)
Das Denken in Pfeilen und Torten (nach Tufte)
Nachmittags sind Experimente zum automatischen Zeichnen
von Begriffsverbänden in kleinen Gruppen vorgesehen.
Zum Abschluß wird ein Ausblick mit dem Thema
„Begriffsgraphen und Informationskarten“ gegeben und zur Diskussion
gestellt.
31. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 27. April 2001
Pädagogische Innovationen durch bedachten
Einsatz von Computern in der Schule
Dr. Ulrich Engelen
(Evangelisch-Stiftisches Gymnasium, Gütersloh)
31. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 28. April 2001
Computer und Unterricht
(mit Unterstuetzung der Arbeitsgruppe Fachdidaktik
im Fachbereich Mathematik der TU Darmstadt)
Am Vormittag wird zunächst über folgende Themen vorgetragen:
Medienkompetenz als 4. Kulturtechnik - Umgehen mit Informationen
Lernumgebungen im Internet - Texte in digitalen Erfahrungsräumen
Softwareunterstütztes Lernen - Modellieren und Simulieren mit dem
Computer
Anforderungen an Lernsoftware
Schulen ans Netz - Erfahrungen und Perspektiven
Nachmittags sollen sich die TeilnehmerInnen in kleinen
Gruppen exemplarisch mit konkreten Lernumgebungen am Computer
beschäftigen.
Abschliessend soll das Thema „Computer und Unterricht“
(einschliesslich der Anforderungen an entsprechende Lernumgebungen)
diskutiert werden.
30. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 26. Januar 2001
Information Flow Between Language Users:
the logical dynamics of update
Prof. Dr. Johan van Benthem
(Institute for Logic, Language and
Computation (ILLC),
University of Amsterdam)
30. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 27. Januar 2001
Grundlagen der Begrifflichen Wissensverarbeitung
Am Vormittag wird zunächst über folgende Themen vorgetragen:
Historisch-philosophische Gründe für eine Kontextuelle Logik
(Prediger)
Kontextuelle Logik in der Anwendung (Hereth)
Kontextuelle Merkmalslogik (Ganter)
Die äquivalenz von Begriffsgraphen und prädikatenlogischen
Aussagen (Dau)
Kontextuelle Logik und Wissen (Wille)
Am Nachmittag wird zunächst Herr Dr. Volker Peckhaus (Philosophisches
Institut der Universität Erlangen) über seine Sicht der Kontextuellen
Logik vortragen.
29. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 08. Dezember 2000
Was sind Begriffe?
Die komplexe Wirklichkeit der Begriffe und Grenzen ihrer Modellierung
Prof. Dr. Thomas Bernhard Seiler
(Institut für Psychologie, TU Darmstadt):
29. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 09. Dezember 2000
Theorien über Begriffe und Bedeutungen
Prof. Dr. Thomas Bernhard Seiler
(Institut für Psychologie, TU Darmstadt)
Informationen und Diskussion über das Buchmanuskript zum
Seminarthema von Prof. Seiler.
Es wird über folgende Themen vorgetragen:
Sprachregelungen und Fragestellungen
Zeichen und Bedeutung
Wie denken und reden Philosophen über Begriffe?
Die Begriffstheorie von J. Piaget
Die Begriffstheorie von Th. B. Seiler
Wie denken und reden Psychologen über Begriffe?
Wie denken und reden Mathematiker über Begriffe?
Angewandte Begriffsforschung
Alltagstheorien Lehrender über Lernen
Dipl.-Psych. Marion Eger
(HDA, TU Darmstadt)
Frau Eger stellt ihr Dissertationsprojekt vor.
28. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 30. Juni 2000
Informationsgesellschaft als politischer Leitbegriff
Prof. Dr. Hans J. Kleinsteuber
(Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg;
z.Z. SEL-Stiftungsprofessor an der TU Darmstadt)
28. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 01. Juli 2000
Was meint Informationsgesellschaft?
Antworten aus ökonomischer, politischer und wissenschaftlicher Sicht
In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Hans J. Kleinsteuber
(Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg;
und dem Zentrum für Interdisziplinäre Technikforschung
(TU Darmstadt)
Am Vormittag wird zunächst über folgende Themen vorgetragen:
Informationsgesellschaft als ökonomisches Leitbild
Informationsgesellschaft als politisches Leitbild
Information und die Idee einer Informationsgesellschaft aus
wissenschaftlicher Perspektive
Vom Aufbau der Informationsgesellschaft im Grundriss
Zur Vergeblichkeit der Bindestrichgesellschaften und
dem Beduerfnis nach ihnen
Prof. Dr. Hans J. Kleinsteuber
(Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg;
Nach einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Leitbild
Informationsgesellschaft soll am Nachmittag über die
„Netzwerkgesellschaft“ von Manuel Castells
vorgetragen und diskutiert werden:
Technik und Gesellschaft: Wider den Technikdeterminismus
Informationsökonomie
Vom Massenpublikum zu interaktiven Netzen
27. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 05. Mai 2000
Die Unbestimmtheit des Wissens
Prof. Dr. Gerhard Gamm
(Institut für Philosophie, TU Darmstadt):
27. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 06. Mai 2000
Fuzzy Logik: Unscharfes Denken in der Wissenschaft?
In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Interdisziplinäre
Technikforschung (ZIT) an der TU Darmstadt.
Es wird über folgende Themen vorgetragen und diskutiert:
Die Fuzzy Erfolge von Z wie Zadeh bis A wie Assilian und zurück
(Dr. R. Seising, München)
Fuzzy Begriffe: Unschärfe von Begriffen?
(Dr. S. Pollandt, Darmstadt)
Begriffliche Interpretation der Fuzzy Theorie
(Prof. Dr. K.E. Wolff, Darmstadt)
Das Unscharfe in der Wissenschaft ist nicht fuzzy
(Dr. B. Buldt, Konstanz)
Unvollständiges Wissen in der Formalen Begriffsanalyse
(Prof. Dr. P. Burmeister, Darmstadt)
Logik und kontextuelle Vielfalt
(Dipl.-Inform. P. Bittner, Darmstadt)
26. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 21. Januar 2000
Multimediales und kooperatives Lernen
im Internet
Prof. Dr. Ralf Steinmetz
(Fachgebiet Industrielle Prozeß- und
Systemkommunikation, TU Darmstadt;
GMD - Forschungszentrum Informationstechnik GmbH, Darmstadt)
26. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 22. Januar 2000
Multimediales und kooperatives Lernen im
Internet
in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Norbert Meder
(Fakultät für Pädagogik, Universität Bielefeld)
Am Vormittag wird über folgende Themen vorgetragen:
Situationen kooperativen Lernens
Didaktische Modelle: Szenarien des Lernens
Offener Unterricht: Prinzipien und Konzepte
Didaktik hypermedialer Lernumgebungen
Situationen selbstbestimmten Lernens
Didaktik für vernetztes Lernen
in Zusammenarbeit mit
Prof. Dr. Norbert Meder
(Fakultät für Pädagogik,
Universität Bielefeld)
Danach soll in Kleingruppen versucht werden, Lernmodule
didaktisch zu Lernumgebungen zu vernetzen.
25. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 19. November 1999
Sprach- und Weltwissen: Zwei unterschiedliche Arten von Wissen?
Prof. Dr. Gisela Harras
(Institut für Deutsche Sprache, Mannheim)
25. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 20. November 1999
Sprechen und Handeln: analytische Handlungstheorie und Linguistik
mit Unterstützung von Prof. Dr. Gisela Harras
(Institut für Deutsche Sprache, Mannheim)
Was sind Handlungen und wie werden sie beschrieben?
Handlungsbeschreibungen im kommunikativen Kontext
Kausalität und Handlungserklärungen
Intendiern, meinen, bedeuten
Logik und Konversation
Praktisches Schließen I und II
übungen zum praktischen Schließen
24. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 25. Juni 99
Elektronische Marktplätze: Anspruch und Wirklichkeit
Prof. Dr. Günter Müller
(Institut fuer Informatik und Gesellschaft, Universitaet Freiburg;
z.Zt. SEL-Stiftungsprofessor, TU Darmstadt)
24. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 26. Juni 99
Elektronische Marktplätze: technische, institutionelle und soziale Bedingungen
in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Günter Müller
(Institut für Informatik und Gesellschaft, Universität Freiburg;
z.Zt. SEL-Stiftungsprofessor an der TUD)
und dem Graduiertenkolleg „Infrastruktur für den elektronischen Markt“ an der TU Darmstadt
Vormittag:
Was ist „electronic commerce“?
Potentiale, Hürden und Entwicklung des „electronic commerce“
Digitale Geschäfte und deren Abwicklung
Digitales Geld und digitale Zahlungssysteme
Anschließend soll mit Prof. Müller über die Themen des
Vormittags diskutiert werden.
Der Nachmittag beginnt mit einer Vorführung konkreter Systeme
unter dem Thema:
Navigieren im elektronischen Markt
Es folgen Vorträge zu folgenden Themen:
Mehrseitige Sicherheit –
Voraussetzung oder Einschränkung des digitalen Handelns
Verbraucher- und Datenschutz im elektronischen Markt
23. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 7. Mai 99
Prof. Dr. Roland Fischer
(Institut fuer Interdisziplinaere Forschung und Fortbildung, Wien)
Gesellschaftliche Handlungsfähigkeit durch Mathematik
23. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 8. Mai 99
mit Unterstützung von Prof. Dr. Roland Fischer
(Institut fuer Interdisziplinaere Forschung und Fortbildung, Wien)
Wie wird Wissen in der Welt wirksam?
Vormittag: „Wie wirkt die Mathematik derzeit?“
Zur sozialen Relevanz der Mathematik
Mathematik als Vergegenstaendlichung des Abstrakten
Mathematik und Kommunikation
Anschliessend soll mit Professor Fischer ueber das Thema
„Was wollen wir als gesellschaftliche Wirkung der Mathematik“
diskutiert werden.
Nachmittags:
Mathematik für Menschen? über das Verhältnis
der Mathematik zur Welt.
Mathematik und gesellschaftlicher Wandel
Offene Mathematik
Abschlussdiskussion:
Allgemeine Mathematik und gesellschaftliche Handlungsfähigkeit
22. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 22. Januar 99
Prof. Dr. Hans Kamp
(Institut für maschinelle Sprachverarbeitung,
Universität Stuttgart)
Wissensverarbeitung und Sprachverarbeitung:
Denken wir, wie wir reden?
Reden wir, wie wir denken?
22. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 23. Januar 99
in Zusammenarbeit mit Frau Prof. Dr. Gisela Harras
(Institut für Deutsche Sprache, Mannheim)
Vormittag:
Sprache und bedingte Information
Die kontextuelle Natur von Information
Entlastung des sprachlichen Denkens
Situationen als Bedeutungsträger
Daten für eine semantische Theorie
Satzbedeutungen
Nachmittags:
Diskussion zum Thema „Situationen als Beschränkungen für sprachliche Bedeutungen“,
zu der Frau Prof. Dr. Gisela Harras eine Einführung gibt.
21. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 27. November 98
Prof. Dr. Erich Ortner
(Fachgebiet Wirtschaftsinformatik, Technische Universität Darmstadt)
Was leistet Sprachnormierung für die globale Informationsverarbeitung?
Eine konstruktivistische Perspektive
21. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 28. November 98
Vorstellung des Buches „Methodenneutraler Fachentwurf“
durch Erich Ortner.
In Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Wirtschaftsinformatik I (Entwicklung von Anwendungssystemen)
an der TU Darmstadt
Themen:
Informationsverarbeitung und Sprachkritik - Ein komplementärer
Integrationsbereich für Benutzer, Management und Systeme
KASPER -- Ein Projekt zur normsprachlichen Entwicklung von
Informationssystemen
Aufbau einer methodenneutralen Konstruktionssprache für
Informationssysteme
Einsatzgebiete einer normierten Sprache für Informationssysteme –
Implementierung mit Metainformationssystemen
Sprachkritische Rekonstruktion von Abstraktion und Komposition
Diskussion der Vorträge im Zusammenhang mit folgendem Thema:
Methoden der Informationssystementwicklung im Vergleich
Gesamtdiskussion mit Prof. Dr. Erich Ortner über
Fragen zum normsprachlichen Ansatz der Entwicklung von
Informationssystemen.
20. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 10. Juli 98
Prof. Dr. Helmut F. Spinner
(Institut für Philosophie, Universität Karlsruhe)
Rechtsordnung, Wirtschaftsordnung, Wissensordnung:
Die Grundordnungen der Informationsgesellschaft
20. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 11. Juli 98
mit fachlicher Unterstützung von Prof. Dr. Helmut F. Spinner
(Institut für Philosophie, Universität Karlsruhe)
Die Grundordnungen des Wissens in der Informationsgesellschaft
Information und Diskussion über das Buch „Die Wissensordnung“ von Helmut F. Spinner
Themen sind:
Die Wissensordnung als dritte Grundordnung
Wissenstechniken und ihre Folgen
Wissen im Informationszeitalter
Entstehung und Wandel der Wissensordnung
Die Neue Wissensordnung des Informatiosnzeitalters
Diskussion der Vorträge im Zusammenhang mit folgendem Thema:
Weiterentwicklung der Wissensordnung zu Wissensregimen
Gesamtdiskussion über Fragen zur Wissensordnung in der Informationsgesellschaft.
19. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 15. Mai 98
Prof. Harry Redner
(Department of Politics, Monash University, Victoria/Australien;
z.Zt. SEL-Stiftungsprofessor an der TUD)
Wie wird Wirklichkeit im Wissen der Menschen repräsentiert?
(Vortrag in englischer Sprache, Diskussion in deutscher Sprache)
19. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 16. Mai 98
Prof. Harry Redner
(Department of Politics, Monash University,
Victoria/Australien;
z.Zt. SEL-Stiftungsprofessor an der TUD)
Repräsentation von Wissen
Information und Diskussion über die Bücher
„A New Science of Representation: Towards an
Integrated Theory of Representation in Science, Politics
and Art“ und
„The Ends of Science“
von Harry Redner
Themen sind:
Der Begriff von Repräsentation
Zeichen und Symbol: Sprache und Kultur im Gegensatz?
Klassische und neuzeitliche Wissenschaft
Probleme der Repräsentation von Komplexität mit Computern
Gibt es ein neues Paradigma multipler Repräsentation?
Diskussion der Vorträge an folgenden Themen:
Ist die Sprache ein gutes Paradigma für Repräsentation in der
Wissenschaft?
Was ist Komplexität in der Wirklichkeit?
Gesamtdiskussion über Fragen der Repräsentation in der Wissenschaft.
18. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 30. Januar 98
Prof. Dr. Christopher Habel
(Fachbereich Informatik, Universität Hamburg)
Sprache und Computer: Verarbeitung räumlicher Konzepte
18. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 31. Januar 98
Mit fachlicher Unterstützung von Prof. Dr. Klaus Mudersbach
(Sprachwissenschaftliches Seminar,
Universität Heidelberg)
Die Rolle der Begriffe in der Linguistik,
der Logik und im Leben
Vier Prinzipien wissenschaftlichen Denkens
Begriffe und linguistische Bedeutung (Holistische Analyse)
Begriffe und ihre Rolle im Glauben und Wissen des Sprechers
(Epistemische Probleme)
Begriffe und das Schließen des Menschen im Alltag
(Pragmatische Logik)
Begriffe und ihre Relevanz für die Sinngebung des Menschen
Die vier Probleme der epistemischen Logik und deren
(Auf-)Lösung
Diskussion der durch Anwendungsbeispiele angereicherten
Vorträge an folgenden Themen:
Die Bedeutung der Begriffe in Linguistik und Logik
Die Bedeutung der Begriffe für den Sprachbenutzer
17. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 14. November 97
Prof. Dr. Ortwin Renn
(Akademie für Technikfolgenabschätzung in
Baden-Württemberg, Stuttgart)
Der kooperative Diskurs: Theoretische Grundlagen
und praktische Erfahrungen)
17. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 15. November 97
Ethik und Diskurs
in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Gerhard Gamm,
Prof. Dr. Wolfgang Bender und der IANUS-Gruppe
Begriff und Funktion des Diskurses (nach Apel und Habermas)
Ethik und Diskurs
Die Ordnung des Diskurses (nach Foucault)
Diskurs im Widerstreit (nach Lyotard)
Als Beispiel der Diskurs zwischen Habermas und Luhmann
zum Thema „Systeme und Lebenswelt“: Vorstellung und Diskussion.
16. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 11. Juli 97
Prof. Dr. Klaus Mainzer
(Institut für Philosophie, Universität Augsburg)
(Re-)Vision von Realität - Virtualität als Orientierungsproblem
16. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 11. Juli 97
Wie real ist Virtuelle Realität?
(in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut
für Graphische Datenverarbeitung)
Virtuelle Realität aus entwicklungsgeschichtlicher
bzw. philosophischer Sicht
Virtuelle Realität und ihre Anwendung
Videopräsentation im Fraunhofer-Institut für
Graphische Datenverarbeitung.
Anschließend: Diskussion mit Prof. Dr. José Luis Encarnação
und seinen Mitarbeitern.
Dr. Hans-Dieter Mutschler
Virtual Reality -
Modifikationen unseres Wirklichkeitsverständnisses durch die
Computertechnik
15. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 20. Juni 97
Prof. Dr. Thomas Wetter
(Institut für Medizinische Biometrie und Informatik, Universität Heidelberg)
Der Computer als Wissensvermittler am Arbeitsplatz des Arztes
15. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 21. Juni 97
Was ist eine wissenschaftliche Tatsache?
Denkstile und Paradigmen in der Wissenschaft
Vorträge zum Buch „Entstehung und Entwicklung einer
wissenschaftlichen Tatsache“ von Ludwig Fleck:
Was ist eine Krankheit? Ein Beispiel
Die soziale Bedingtheit wissenschaftlicher Begriffe
Erkenntnis des Individuums und des Kollektivs: Ein Beispiel
Beobachtung, Experiment, Erfahrung
Denkstile und Denkkollektive
Vortrag und Diskussion über:
Der Paradigmenbegriff in Thomas S. Kuhns Buch „Die Struktur
wissenschaftlicher Revolutionen“
Diskussion zum Thema „Denkstile und Paradigmen in der
Wissenschaft“ anhand der Formalen Logik.
14. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 24. Januar 97
Prof. Dr. Christiane Floyd
(Fachbereich Informatik, Universität Hamburg)
Softwaretechnik für Menschen?
14. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 25. Januar 97
Mit fachlicher Unterstützung von Prof. Dr. Wolfgang Hesse
(Universität Marburg)
Informationssysteme –
Eine begriffliche Grundlegung
Vorstellung der Inhalte des Berichts der internationalen
FRISCO-Gruppe.
Themen sind:
Grundzüge von Informationssystemen
Aktoren und Bereiche - Begriffe und Repräsentationen
Modelle und Systeme - Information und Kommunikation
Informationssysteme
Ein formaler Ansatz der Begriffsbestimmung
Der Geschäftsbetrieb von „Japan Wines Inc.“ -
Ein Anwendungsbeispiel
Die drei Säulen des Begriffsrahmens:
Semiotik, Systemtheorie und Ontologie
13. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 15. November 96
Prof. Dr. Werner Sesink
(Institut für Pädagogik, TH Darmstadt)
Softwaretechnik für Menschen?
Maschine und Leib -
über die Bildung der menschlichen Natur.
13. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 16. November 96
Menschliche und Künstliche Intelligenz
Information und Diskussion über das Buch „Menschliche und Künstliche
Intelligenz“ von Werner Sesink (ergänzend: Hartmut v. Hentig:
„Bildung“)
Vorstellung der Inhalte des Sesink'schen Buches.
Themen sind:
Menschliche und Künstliche Intelligenz
Systemische Intelligenz
Der Computer und die Werkzeugmetapher
Die Welt des Programmierens
Künstliche Intelligenz und die Zukunft der Bildung
Referat über drei Abschnitte aus dem Hentig'schen Buch:
Klärungen, was unter Bildung zu verstehen ist
Maßstäbe, an denen sich Bildung bewähren muss
Lebenstätigkeiten, bei denen Bildung erworben werden kann
Gesamtdiskussion über die Thematik „Künstliche Intelligenz,
Wissensverarbeitung und Bildung“.
12. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 5. Juli 96
Prof. Dr. Alexander Roßnagel
(z.Zt. SEL-Stiftungsprofessor an der TH Darmstadt)
Verfassungsverträgliche Gestaltung von Informationstechnik
12. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 6. Juli 96
Chipkarten und Datensicherheit
mit fachlicher Unterstützung von Dr. Urs Andelfinger
Vorträge über folgende Themen:
Chipkartenanwendungen heute
Chipkarten: Aufbau und Funktionsweise
Zukunftsvision: Persönliche digitale Assistenten
Chipkarten im Gesundheitswesen I
Chipkarten im Gesundheitswesen II
Das elektronische Rezept
Von der Unterschrift zur elektronischen Signatur
Rechtsgemäße Gestaltung der elektronischen Unterschrift
Gestaltungsaufgabe „Sicherheitsinfrastrukturen“
11. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 31. Mai 1996
Prof. Dr. Gerd Gigerenzer
(Direktor des Max-Planck-Instituts für Psychologische Forschung, München)
Rituale im statistischen Schließen
11. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 1. Juni 1996
mit fachlicher Unterstützung von Prof. Dr. H. J. Henning, Dr. W. Kemmnitz und Dr. F. Chaselon
(Institut für Psychologie, Universität Bremen)
Probabilistische Methoden
Vorträge zu folgenden Themen:
Grundprobleme der Statistik
Beobachtbare und latente Variablen
Das Rasch-Modell
Probabilistisches Denken in kausalen Modellen
Statistische Vorhersage
Statistisches Schließen und wissenschaftliche Erkenntnis
Empirische Forschung und Alltagsrelevanz
Mißbrauch, Mode und Manipulation
Gesamtdiskussion anhand von ausgewählten Beispielen empirischer
Forschung.
10. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 26. Januar 96
Prof. Dr. Patrick Suppes
(Center for the Study of Language and Information, Stanford University, USA)
Probabilistische Methoden
Explanation in Science
10. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 27. Januar 96
Dr. Dr. Norbert Spangenberg
(Sigmund-Freud-Institut, Frankfurt)
Die Bedeutungsanalyse sprachlicher Daten
Vorträge mit übungen zu folgenden Themen:
Erklären (nach H. Lenk)
Verstehen (nach R. Schaeffler)
Erklärer-Versteher-Dialog (nach G. Schurz)
Die Erklären:Verstehen-Kontroverse (nach K.-O. Apel)
Erklären versus Verstehen in der empirischen Sozialforschung
(nach S. Lamnek)
Interpretation und Objektivität des Verstehens
(nach J. Habermas).
9. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 10. November 95
Prof. Dr. John Alan Robinson
(Computer Science Dept., Syracuse University, USA)
Mathematical Reasoning in Sciences: Formal and Informal
9. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 11. November 95
Beweisen und Begründen: Wie können wir Geltungsansprüche sichern?
Vorträge zu folgenden Themen:
Beweis (nach K. Lorenz)
Begründung (nach K.-O. Apel)
Argumentation und Geltungsansprüche (nach J. Habermas)
Verstand und Vernunft (nach M. Horkheimer)
Gültigkeit in der Qualitativen Sozialforschung (nach S. Lamnek)
Strenge in der Rechtsfindung (nach F. Wieacker)
Vorführung von Beweissystemen und Diskussion.
8. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 9. Juni 95
Prof. Dr. Gerhard Fischer
(Boulder, Colorado;
z.Zt. SEL-Stiftungsprofessor am ZIT der THD)
Menschengerechte Computersysteme für lebenslanges Lernen
8. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 10. Juni 95
mit fachlicher Unterstützung von Prof. Dr. Gerhard Fischer
(Boulder, Colorado;
z.Zt. SEL-Stiftungsprofessor am ZIT der THD)
Einführung in das Internet mit folgenden Vorträgen:
Das Internet - wer betreibt es, wer baut es auf, wie wächst es?
WWW - Dokumente im Internet
WAIS - Suchen im Internet
Telecollaboration - Informationsnetze als Arbeitswerkzeug.
übungen am Rechner dienen einem ersten Kennenlernen von
Programmen wie „Mosaic“, „Archie“; „telnet“ etc.
Diskussion über die Erfahrungen der Teilnehmer mit dem
Internet und Vorträge zu folgenden Themen:
Evolutionäres Wachstum mit der virtuellen Gemeinschaft der
Benutzer
Strukturierung von Information: Hypertext, Hyper-G etc.
Formale Begriffsanalyse der Information über Quellen von
Dokumenten.
Diskussion zum Thema: Wieweit ist das Internet nützlich?
Welche Aufgaben soll es erfüllen?
7. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 12. Mai 95
Prof. Dr. Sybille Krämer
(Institut für Philosophie, FU Berlin)
Schrift, formale Sprache und Computer.
Was bedeutet die Formalisierung für das menschliche Wissen?
7. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 13. Mai 95
Symbolische Maschinen. Die Idee der Formalisierung im geschichtlichen Abriß
Information und Diskussion über das gleichnamige Buch von Sybille
Krämer (erschienen bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft).
Vorträge zu folgenden Themen:
Die Idee der Formalisierung
Entstehung der mathematischen Formel
Formalisierbarkeit als Mechanisierbarkeit
Entstehung formaler Systeme in der Logik
Grenzen algorithmischer Verfahren
Der formale Gebrauch von Symbolen.
übungen in kleinen Gruppen zum Formalisieren im Bereich
der Begrifflichen Wissensverarbeitung, anschließend zusammenfassende
Diskussion im Plenum.
6. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 20. Januar 95
Prof. Dr. Joseph Weizenbaum
(M.I.T., Cambridge, USA)
Künstliche Intelligenz als Ideologie
6. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 21. Januar 95
mit fachlicher Unterstützung von Dr. Barbara Becker
(GMD, Birlinghoven)
Der gegenwärtige Stand der Auseinandersetzung über Künstliche Intelligenz
Information und Diskussion anhand neuerer Arbeiten über Künstliche
Intelligenz.
Vorträge zu folgenden Themen:
Was versteht man heute unter Künstlicher Intelligenz?
Expertensysteme ingenieurwissenschaftlich gesehen
Expertensysteme aus soziologischer Sicht
Kognitivismus: die kognitionswissenschaftliche Perspektive
Das Repräsentationsparadigma des Kognitivismus aus philosophischer
Sicht
Die Idee der Berechenbarkeit des Geistes
Funktionalismus: Kognition ohne Leiblichkeit
Ein neues Paradigma: Artificial-Life
5. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 25. November 94
Prof. Dr. Raphael Capurro
(FH für Bibliothekswesen, Stuttgart)
Informationsethik - Leben im Informationszeitalter
5. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 26. November 94
mit fachlicher Unterstützung von Prof. Dr. Gerhard Knorz
(FB Information und Dokumentation der FH Darmstadt)
Paradigmen und Modelle des Information Retrieval
Information und Diskussion anhand von Arbeiten zum Information Retrieval
Vorträge zu folgenden Themen:
Konzeptuelles Information Retrieval
Probabilistische Ansätze des Information Retrieval
Automatisches Indexieren
Information Retrieval und Hypertext
Retrieval von Bild-Informationen
Aufgaben des Information Retrieval
Dr. Peter Bollmann-Sdorra
(TU Berlin)
Bewertungsaspekte bei Modellen des Information Retrieval
4. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 17. Juni 94
Prof. Dr. Frieder Nake
(FB Informatik Universität Bremen,
Schwerpunkt grafische Datenverarbeitung und interaktive Systeme)
Maschinisierung von Kopfarbeit und Reduzierung von Welt
Prof. Nake zählt zu den Mitbegründern der Computergrafik in
Deutschland. Einer breiteren öffentlichkeit ist Prof. Nake bekannt
geworden durch seine im Nachrichtenmagazin ‚Spiegel‘ wiedergegebene
Kritik an dem zunehmenden Missbrauch von Bildsymbolen in
Benutzeroberflächen.
In seinem Vortrag wird er die These, Gegenstand von Informatik sei die
Maschinisierung von Kopfarbeit diskutieren und auf die damit
verbundene Reduktion von Welt eingehen: Seiner These liegt die
Beobachtung zugrunde, dass Ausgangs- und Zielpunkt informatischer
Betrachtung und Gestaltung Arbeitsprozesse sind, die
(teil-)automatisiert werden sollen. Zu diesem Zweck sind diese
Vorgänge und damit die betreffenden Weltausschnitte zunächst als
Zeichen oder Symbole verfügbar zu machen. Daran schliesst sich eine
weitere Reduktion des realen Zusammenhangs an, nämlich die Reduktion
des Umgangs mit diesen Zeichen auf berechenbare Vorgänge.
4. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 18. Juni 94
fachlich unterstützt durch Dipl.-Wirtsch.-Inform. Urs Andelfinger
(ZIT)
Diskursive Systemvalidierung
Information und Diskussion über die Konzeption und Vorgehensweisen
diskursiver Systemvalidierung mit Beispielen aus dem DFG-Projekt MUSE
des FB Informatik der TU Darmstadt.
Vorträge zu folgenden Themen:
Das Reduktionsproblem in der Informatik
Methodische Ansätze in der Informatik
Semiotische Grundlagen
Der pragmatische Hintergrund
Diskursphilosophie
Vorschlag zur Vorgehensweise zur Diskursiven Systemvalidierung
Exemplarische Erprobung der Vorgehensweise an
Fallbeispielen in Arbeitsgruppen; zusammenfassende Diskussion
3. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 6. Mai 94
Prof. Dr. Rainer Kuhlen
(FB Informatik, Universität Konstanz
z.Zt. SEL-Stiftungsprofessor an der TH Darmstadt)
Wem gehört Wissen? –
Eine Grundfrage der Informationsgesellschaft
In seinem Vortrag wird Prof. Dr. Rainer Kuhlen auf Probleme eingehen,
die durch die zunehmende Verbreitung und Bereitstellung von Wissen
in weltweit verknüpften Datenbanken und offenen Hypertextsystemen
aufgeworfen werden. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die damit
zusammenhängenden Fragen nach den Zugangsmöglichkeiten zu solchen
Wissensbeständen über internationale Datennetze
wie z.B. das Internet.
3. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 7. Mai 94
mit fachlicher Unterstützung von W. Kollewe, M. Skorsky, F. Vogt, R. Wille
(Mathematik, TH Darmstadt)
Konzeption und Anwendung Begrifflicher
Datensysteme auf Grundlage von TOSCANA
Vorträge zu folgenden Themen:
Die Konzeption begrifflicher Dateien
Die Theorie Begrifflicher Datensysteme
Begriffliche Datensysteme als Werkzeug der Wissenskommunikation
Das Verwaltungssystem TOSCANA
Retrieval von Dokumenten am Beispiel der ZIT-Bibliothek
Ein baurechtliches Erkundungssystem für das Bauministerium in
Düsseldorf.
Möglichkeit zur Einübung der Handhabung von TOSCANA
exemplarische Behandlung des Einsatzes von TOSCANA zur
Datenanalyse
2. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 28. Januar 94
Prof. Dr. Klaus P. Jantke
(FB Informatik, TH Leipzig)
Fallbasierte Wissenstechnologie –
Neue Konzepte und Probleme menschengerechter Wissensverarbeitung
2. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 29. Januar 94
mit fachlicher Unterstützung von PD Dr. Thomas Wetter
(Wissenschaftliches Zentrum der IBM, Heidelberg)
Information und Diskussion über KADS (Knowledge Acquisition and
Documentation Structuring).
Vorträge zu folgenden Themen:
Die KADS-Quellen
Modellierungs-Paradigma und KADS-Architektur
KADS-Anwendungen
KADS-Formalisierung
KADS-Kommerzialisierung.
Die Verwendung des KADS-Paradigmas zum Studium von
Problemlösemethoden
Das KADS-Paradigma als allgemeine Architektur für Intelligenz
übungen zur KADS-Methodologie
1. Ernst-Schröder-Kolloquium
Fr, 3. Dezember 93
Prof. Dr. Karl-Otto Apel
(Frankfurter Goethe-Universität, FB Philosophie)
Diskursethik und Semiotik
Mit diesem Kolloquium stellt sich das Zentrum der
öffentlichkeit vor.
Zu diesem Anlaß sprechen:
Prof. Dr. Helmut Böhme (Präsident der TUD),
Prof. Dr. Rudolf Wille (Vorsitzender des Ernst-Schröder-Zentrums).
1. Ernst-Schröder-Seminar
Sa, 4. Dezember 93
Prof. Dr. Josef Zelger
(Philosophisches Institut der Universität Innsbruck)
Sprachliches Verstehen durch die Methode „GABEK“
Vorträge zu folgenden Themen:
Repräsentation von Texten durch Begriffsnetze
Auswertungen von Begriffsnetzen: Das Wirkungsgefüge und das
Bewertungsprofil
Beispiel einer GABEK-Anwendung. Schwierigkeiten und Ergebnisse
Vom Begriffsnetz zur sprachlichen Gestalt
Anwendungen zur Präzisierung von Fragestellungen an ein
Informationssystem
Sind Träume und Phantasien nach Art sprachlicher Gestalten
strukturiert?
Vorführung von Software, die die Methode GABEK unterstützt.
Ausführliche Diskussion von GABEK und mit ihr zusammenhängenden
Methoden.